Für alle Schwarze-Auge-Spieler gibt es eine neue Klickempfehlung. Wie Nandurion berichtete, ist die DSA-Autorin Heike Wolf seit rund einer Woche mit ihrer Homepage online. Auf ihrer Internetpräsenz informiert sie über ihre Arbeit für DSA. Im Fokus steht momentan ihr Al’Anfa-Abenteuer Rabenblut, das voraussichtlich im November erscheinen wird.

Mit ihrer Homepage gesellt sich Heike Wolf zu einem kleinen Kreis von DSA-Machern, die auf eigenen Webseiten über ihre Tätigkeit für das Schwarze Auge informieren. Der Kreis der DSA-Schreiberlinge ist zwar groß, über eine eigene Homepage verfügt aber kaum jemand. Schade eigentlich…

Einer der bekanntesten Auftritte ist wahrscheinlich die Webseite von Michael Masberg. In seinem Blog schreibt der Autor unter anderem über DSA und beschränkt sich dabei nicht nur auf Beiträge zu seiner eigenen Arbeit, sondern veröffentlicht gern auch mal einen Kommentar zu allgemeinen DSA-Themen. Häufig kontrovers, aber immer lesenswert.

Melanie Maier, die seit Februar 2011 beim Ulisses Spiele Verlag als festangestellte Illustratorin arbeitet, hat ebenfalls einen eigenen Blog. Seit dem Ende ihrer freiberuflichen Tätigkeit hat die Zahl der Beiträge jedoch deutlich nachgelassen. In den vergangenen fünf Monaten gab es dort nur zwei neue Texte.

Daniel Jödemann, Autor und Illustrator von DSA-Werken wie Angroschs Kinder oder Land des schwarzen Bären, hat eine eigene Homepage, deren letzter Beitrag aber wohl vom 13. November 2010 ist.

Die Webseite von Thomas Finn, der unter anderem das 2009 erschienende Abenteuer Donner und Sturm geschrieben hat, ist sehr aufwändig und interessant gestaltet. Seine Arbeiten für DSA sind allerdings etwas versteckt, was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass es in jüngerer Vergangenheit kein DSA-Projekt von ihm gab.

Ähnlich sieht es bei Lena Falkenhagen aus. Auf ihrer Homepage finden sich vor allem Informationen über ihre Roman-Veröffentlichungen.

Die meisten DSA-Autoren sind nicht nur DSA-Autoren, sondern schreiben auch für anderen Rollenspiele oder arbeiten an Romanen, Hörbüchern oder Illustrationen. Was man eben so tut, wenn man freischaffender Künstler ist.

Autoren wie Tobias Radloff, André Wiesler und Stephanie von Ribbeck haben alle schon an DSA-Publikationen gearbeitet und verfügen über eine eigene Homepage. Gegenwärtig scheinen diese Autoren jedoch an keinem DSA-Projekt zu arbeiten. Ob in Zukunft eine solche Arbeit ansteht, ist zudem unklar. Das Schwarze Auge nimmt auf ihrer Homepage daher meist nur eine untergeordnete Rolle.

Unterm Strich bleibt – Webseiten von aktuellen DSA-Machern sind Mangelware.

15 Kommentare zu “Wo sind die Autorenblogs?

  1. Bei den aktuellen DSA-Romanautoren sieht der Fall allerdings etwas anders aus, wenn ich an das akribische Schreibtagebuch von Bernard Craw denke oder an den sehr interessanten Blog von Judith C. Vogt.

  2. Ich gelobe Besserung, kann aber für nichts garantieren. Wenn ich zuhause bin haben oft andere Dinge größere Priorität als mein Blog: üben, DSA spielen, meine Familie. Seit Monaten will ich schon eine kleine Auswertung meiner Umfrage zu den Lieblingsillustrationen schreiben. So ist das mit den guten Vorsätzen 🙂

    PS: Man schreibt meinen Nachnamen übrigens mit ‚a‘. Gäbe es nicht eine Ex-Alveraniarin mit Namen Melanie Meier, würde ich auch gar nicht *stänkern* 🙂

  3. Also die Idee von Autorenblogs und das es diese gibt find ich gut. Man erhält dort, vermute ich mal, unter anderem Einblick in die Arbeiten und den Arbeitsprozess, das kann durchaus interessant sein.

    Allerdings ist es schade, dass es keine „Webseiten von aktuellen DSA-Machern“ gibt. Vor allem wenn man sich mal die offizielle „Homepage“ von DSA anguckt. Das ist wirklich nur noch ein Trauerspiel. Zwar war und ist das schon immer so, habe ich zumindest das Gefühl, das macht es aber auch nicht besser . Bevor sich die „DSA-Macher“ also um Autorenblogs bemühen, sollten sie erstmal eine Homepage schaffen bei der die Spielerschaft auch Lust hat diese anzuklicken 😉

  4. Ich kann mir auch vorstellen, dass es auch für die Autoren nicht so einfach ist, Infos zu aktuellen Projekten online zu stellen, da ja der Verlag sicher ein Auge darauf hat, was so alles bekannt gegeben wird. Zum einen was inhaltliche Dinge angeht, zum anderen Veröffentlichungstermine. Und auch Infos der Art „so, hab alles fertig und eingereicht, jetzt mach ich Urlaub“ können unliebsam sein, wenn das Abenteuer erst ein halbes Jahr später erscheinen soll und die Fans dann quengeln, warum es so lange auf Halde liegt.
    „Werkstattberichte“ gibts ja außerdem hin und wieder im Boten bzw. dem Ulisses-Blog.

    PS: Eine weitere Romanautorin mit aktivem Blog ist übrigens Kathrin Ludwig: http://yambwi.wordpress.com/. (Auch wenn die Galottareihe derzeit wohl leider ruht.)

  5. Autorenblogs müssen gar nicht Blogs sein, in denen die Autoren immer nur über ihre Arbeit schreiben. Das kann natürlich auch interessant sein.

    Aber letztlich fände ich es schon ausreichend interessant, wenn es überhaupt mehr Internetpräsenzen von „DSA-Machen“ gäbe. Das war der Ursprungsgedanke für meinen Beitrag:
    Ich hatte mal geschaut, wer von den „DSA-Machern“ mit einer eigenen Homepage vertreten ist und musste feststellen, dass es nicht so viele sind.

  6. Hmm, als Autor, der auch schon mit dem Gedanken eines eigenen Blogs gespielt hat, frage ich mal rhetorisch: soll ich lieber an DSA-Publikationen schreiben oder an meinem Blog?
    Tatsächlich ist es (zumindest bei mir) auch ein Zeitproblem.
    Ich teile nicht deine Einschätzung, dass die meisten DSA-Autoren freischaffende Künstler wären.
    Daher muss man seine Freizeit, die man für DSA verwendet eben gut einteilen. Als Autor ist das dann meist recherchieren und schreiben (und Foren und Blogs lesen *g*).
    Davon abgesehen finde ich die genannten Blogs (auch die nicht-Autoren Blogs übrigens) immer spannend zu lesen.
    Lustig übrigens der Vorschlag, dass ich als „DSA-Macher“ mich lieber um die Ulisses-HP kümmern sollte, bevor ich einen Autorenblog schreibe…
    Offenbar ist die Autorenstruktur mit ihrem Großteil an Freelancern bzw. die Differenzierung zwischen Verlag und freien Autoren immer noch nicht so ganz durchgedrungen.

  7. Ich habe meine Meinungen und Ansichten nie für so wichtig gehalten, dass ich dafür einen eigenen Blog betreiben müsste – zumal seit ca. September 2010 auch der Firmenblog von Ulisses die Gelegenheit bot, interessante Dinge einem Publikum nahezubringen. Über DSA diskutieren tue ich lieber in Foren, gerade auch, weil ich dort nur jemand unter vielen bin und nicht der Hausherr, d.h. die Gesprächssituation ist ausgeglichener.
    Andererseits überlege ich seit einigen Wochen durchaus, ob ein Blog nicht eine interessante Idee ist, weil ich ja nicht nur zum Thema DSA privat schreiben würde, sondern auch andere Rollenspiele sowie Kultur und Politik thematisieren könnte. Nur: wen interessiert das schon? Es wäre ja auch kein „Autorenblog“ mehr, sondern eher eine Fansite.
    Gegenwärtig nutze ich eher Facebook für pointierte Kommentare und sonstige Befindlichkeitsmitteilungen, doch dort lesen es halt meine Bekannten, denen ich zumindest ein grundlegendes Interesse an meinen Gedankengängen und meinem Leben unterstelle.

    Daher stelle ich dem Themenersteller mal die Frage: Warum wird der Mangel an Autorenblogs überhaupt beklagt? Warum ist es schade, was ist der Reiz an einem Autorenblog, z.B. im Vergleich zum Ulisses-Blog?

    1. Zwei Dinge vorweg:

      – ich habe volles Verständnis dafür, wenn die Zeit für die Pflege eines Blogs fehlt. Daher war meine Anmerkung, dass es im Blog von Melanie wenig neue Beiträge gibt, auch nicht als Kritik gemeint.

      – mir ging es in meinem Beitrag nicht allein um Autoren-Blogs. Das war nur der (vielleicht nicht ganz passende) Oberbegriff, den ich für meine Überschrift gewählt habe.

      So… Nachdem das gesagt ist:

      Wenn du eine Blog im Form einer Fanseite starten willst, fände ich das interessant. Interessanter noch, als ein Autoren-Blog im engeren Sinne. Der Blog von Michael Masberg beispielsweise ist auch kein reiner Autoren-Blog. Er schreibt dort über Gott und die Welt und DSA.

      Und um Deine konkrete Frage zu beantworten: Der Reiz an einem Mehr an Blogs liegt im Austausch. Mehr Blogs = mehr Themen = mehr Gedanken = hoffentlich mehr Austausch und Diskussionen.
      Das ließe sich natürlich auch alles im Rahmen eines Forums realisieren. Aber nun bin ich eher der Blogger als der Forumuser und daher liegt mein Fokus auf Blogs.

  8. Da sich hier ja schon einige deiner Leser als (Roman-)Autoren zu erkennen gegeben haben, hoffe ich auf einen Fortsetzungsartikel zu Blogs/Homepages von Romanschreibern – da kann einiges zusammenkommen. Eine – wenn auch sehr kurze Auflistung – von Zeichnern hast du ja schon einmal behandelt.

    Zum Thema: Wenn sich Leute für nicht bedeutend genug für einen eigenen Blog halten und/oder die Menge des eigenen Geschwalles nicht für eine eigene Seite ausreicht, kann man sich doch mit anderen Blogschreibern zusammen tun. So bündelt man interessante Themen an einem Ort, so dass sich interessierte Leser nicht so viel verschiedene Lesezeichen abspeichern müssen, sondern die literarischen Ergüsse verschiedener Leute zentral bekommen (-> siehe dieser Blog).

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