6 Kommentare

  1. 12/22/2011
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    Das mit Herakon wusste ich noch gar nicht, bin ja mal gespannt!

    Esst mehr Käsetoasts und passt auf die Säcke auf Maraskan auf!

  2. Wlastimil Alrikshuber
    12/22/2011
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    Wenn der werte Herr Arkanilium sich schon dazu herablässt von Adventures einerseits und Daedalic andererseits zu sprechen, dann hätte er doch sicherlich auch einen Blick auf das Portfolio werfen können. „Lebensverlängernde Maßnahmen“ klingen dann auf Anhieb reißerisch, denn dass das Genre „Adventure“ nicht im Sterben liegt oder längst verstorben ist hat dieses kleine Entwicklerstudio aus Hamburg doch unlängst unter Beweis gestellt.

    Es braucht kein „Tales of Monkey Island“, wenn wir „The Whispered World“ spielen können – das i-Tüpfelchen auf dem Adventurejahr 2009. Ein Jahr zuvor bereits hat man das Point-&-Click-Genre mit „Edna bricht aus“ allerdings schon aus dem Tiefschlaf geholt und die Fortsetzung („Harveys neue Augen“) aus dem Jahr 2011 knüpft daran an. Diverse Spielemagazine haben gerade für Edna sehr tief in die Tasche gegriffen. Wir könnten uns nun sicherlich darüber streiten, ob und wie sehr diese Bewertungen heutzutage gekauft werden, aber einmal spielen genügt eigentlich um zu sehen, dass diese Titel tatsächlich so gelungen sind, wie Amazons Sternebewertung oder manches Magazin es behaupten.

    Die herausgebrachten Spiele zeigen mir allen voran eines, dass Daedalic das Genre Adventure versteht und es ihnen offenbar gelungen ist den Nerv der Zeit zu treffen. Daher wundert es mich fast ein wenig, dass Arkanil nicht wenigstens etwas euphorischer oder mit einer minimal größeren Erwartungshaltung, als gar keiner, an “Satinavs Ketten” herangeht. Nur müsste der Autor dafür sicherlich vom Gedanken abkommen, dass Adventures und insbesondere die Sparte Point-&-Click vor Jahren verstorben sind.

    Viel habe ich zu “Herokon Online” bisher, leider, nicht zu sagen. Es wird jedoch gewiss nicht leicht für Silver Style werden, DSA als MMORPG umzusetzen. Gerade in diesem Bereich ist die Konkurrenz groß, profitieren könnte es allerdings vom Umstand, dass keine mächtige Installation und kein Client notwendig sind. Weiterhin weiß das Bildmaterial – ganz im Gegensatz zu “World of Warcraft” – zu überzeugen. Letztendlich wird jedoch die Einbettung nach Aventurien (Regeln, Sonderfertigkeiten und anderer Schnickschnack) über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Ich bin auf jeden Fall geneigt, es nach Erscheinen einmal auszuprobieren.

    Zu guter Letzt bleibt “Demonicon”, action-orientiert und somit gar nicht mein Fall. Ebenso wie bei “Satinavs Ketten” gab es dazu Material im Aventurischen Boten, vom Hocker reißen kann es mich bislang jedoch nicht. Hinter dem Spiel dürfte dennoch das größte, wirtschaftliche Potential stecken. Sorgen macht mir jedoch die angestrebte Multi-Plattform Veröffentlichung. Nicht nur, weil sich selbst große Studios gerne schwer damit tun, ihre Titel anständig zu portieren, sondern auch weil es erheblich mehr kosten dürfte, als wenn man sich zunächst auf den PC als Plattform festlegen würde. Dass es sich anfühlen soll wie “The Witcher” (Zwischen Eulen und Eichen, Teil II: Satinavs Ketten, Herokon, Demonicon) gefällt mir gar nicht, da ich mit diesem Spiel nicht zurechtkam und es bei mir nicht vernünftig lief. Gespannt darf man dennoch sein, denke ich, allen voran wegen dem Setting. Schattenlande. Daraus lässt sich einiges machen, aber ob das den Entwicklern letztendlich auch gelingt? Abwarten.

    Aventurische Grüße,
    Wlastimil Alrikshuber
    – Rattenfänger zu Andergast

    • 12/22/2011
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      Pfff, eine Schwalbe macht noch keinen Sommer – und eine Edna macht kein lebendiges Genre. 😉

      Nicht gegen Edna oder Harvey. Das sind tolle Adventure, so wie es seit 20 Jahren ungefähr jedes Jahr ein tolles Adventure gibt. Das ändert aber nichts daran, dass Adventures Nischenprodukte sind und das Genre insgesamt ein Schattendasein fristet.

      Der Spiele-Markt ist mittlerweile zwar breit genug, um selbst Adventure-Entwicklern ein bescheidenes Auskommen zu sichern. Mehr aber auch nicht. Ein Triple-A-Game aus dem Genre “Click&Point-Adventure” werden wir wahrscheinlich so schnell nicht erleben. Insofern ist dieses Genre zwar noch nicht ganz tot, aber so richtig lebendig… ich weiß nicht…

      Und davon ab: Warum sollte ich euphorische Vorschusslorbeeren verteilen? Warum sollte ich Gratis-Werbung für ein Produkt machen, das ich gar nicht kenne? So etwas gibt es woanders im Internet bereits massenhaft, brauch ich nicht auch noch machen. :-)

      • Benjahmin
        12/22/2011
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        Sehe ich ganz ähnlich wie Arkanil. Ich bin selber ein großer Fan von Point&Click Adventures aber man muss es aus einer realistischen Perspektive sehen. P&C Adventures sind heutzutage Nischenprodukte. Vor allem wenn man mal überlegt wie viele P&C Adventures auf den Markt kommen im Verhältnis zu Shootern, Actionspielen, Rollenspielen, Strategiespielen etc. Da stehen P&C Adventures was die Quantität angeht doch weit zurück, ganz einfach weil der Markt bzw. die Nachfrage nach diesen Spielen doch eher gering sein dürfte.

        Nichtsdestotrotz freue ich mich (vor allem) auf das DSA Point&Click Adventure und die restlichen Spiele. Ich hoffe sie werden spielbar und gut :)

        • Brezelbub
          12/22/2011
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          Ach, natürlich ist es eine Art Nische, aber außer Edna und Harvey hat Daedalic mit Machinarium und The Whispered World (irgendwie klingt der Plot von Satinavs Ketten ziemlich ähnlich) weitere sehr gute Adventures aufgelegt. Es geht ja nun nicht darum, einen weltweiten Boom auszulösen, mir zumindest reicht zu wissen, dass die Firma weiß, was sie da tut.

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