In eigener Sache: Social Media und Datenschutz

likeNicht erst seit PRISM wird über Datenschutz geredet. Schon länger begleitet uns eine Debatte, was mit den Daten geschieht, die jeder Internetnutzer tagtäglich hinterlässt. Die Diskussion über PRISM möchte ich zum Anlass nehme, etwas über den Datenschutz auf Arkanil.de zu schreiben und auf ein paar Neuerungen hinzuweisen.

Alle Blogs, auch Arkanil, erheben und speichern zwangsläufig Daten der Besucher. Wer einen Kommentar auf Arkanil schreibt, gibt einen Namen an. Wer über weitere Kommentare per Mail informiert werden möchte, muss eine E-Mail-Adresse hinterlassen. Beides wird gespeichert, anders geht das nicht.

Künftig lassen sich auf Arkanil allerdings anonyme Kommentare ohne Angabe von Namen und E-Mail verfassen. Ich hoffe, dass das nicht zu Missbrauch führt, bin aber guter Dinge. Es gibt bislang über 3.500 Kommentare auf Arkanil, nur eine Handvoll waren problematisch und löschen musste ich bislang keine fünf. Die größten Sorgen bereiten mir ohnehin Spam-Kommentare.

Analyse des Besucher-Verhaltens

Mit Analyse-Tools lässt sich das Verhalten von Besuchern auf Websites sammeln und auswerten. Der Einsatz solcher Tools, Google Analytics ist das wohl bekannteste, ist aus Datenschutzgründen umstritten. Ich verzichte daher bewusst auf den Einsatz von Google Analytics und nutze das Open-Source-Tool Piwik. Der Funktionsumfang ist zwar geringer, aber es hat den Vorteil, dass die datenschutzrechtlich sensiblen Daten nicht an Google weitergeleitet werden, sondern auf dem Server verbleiben, auf dem Arkanil gespeichert ist.

Zudem ist der Funktionsumfang von Piwik für mich völlig ausreichend. Ich interessiere mich meist nur dafür, wie viele Besucher sich auf Arkanil tummeln und welche Seiten sie anschauen. Das reicht mir, das liefert Piwik. Die Analyse des Nutzerverhaltens erfolgt dabei anonymisiert, indem die IP-Adressen nur in abgekürzter Form gespeichert werden. Wer überhaupt nicht möchte, dass sein Besuch auf Arkanil erfasst wird, kann dies hier mit einem Klick einstellen.

Üblicherweise wird zudem beim Verfassen eines Kommentars die IP-Adresse gespeichert. Ich habe dies ebenfalls so eingestellt, dass diese IP-Adresse anonymisiert wird.

Social Media

Arkanil hat eine Präsenz auf Facebook, Google+ und Twitter. Dort informiere ich über aktuelle Blog-Beiträge, poste hin und wieder Texte und Bilder, vernetze mich mit andere Rollenspielern und bin jederzeit ansprechbar. Aus Datenschutzgründen sind Facebook, Google und Twitter aber umstritten. Doch wer dort aktiv ist, hat sich zumindest (mehr oder weniger) freiwillig dafür entschieden.

Anders sieht das bei den Facebook- und Google-Plugins aus, die auf vielen Webseiten zu finden sind. Diese übermitteln häufig Daten, ohne dass der Besucher der Webseite darauf Einfluss hätte. Aus diesem Grund habe ich alle Like-Buttons und zudem die Facebook-/Google-Boxen in der Seitenleiste entfernt. Für die Empfehlung eines Arkanil-Artikels gibt es die datenschutzrechtlich weniger problematische 2-Klick-Lösung. Zur Arkanil-Präsenz auf Facebook, Google+ und Twitter gelangen Besucher künftig durch einen Klick auf die Button oben rechts neben dem Feld für die Suche.

Das alles sind Maßnahmen, die zu Lasten des Komforts gehen. Doch bei der Abwägung zwischen Komfort und Datenschutz habe ich mich für den Datenschutz entschieden. Das Thema ist mir wichtig und ich bin noch am überlegen, welche weiteren Konsequenzen ich aus der aktuellen PRISM-Debatte ziehe. Doch klar ist bereits: Beim Schutz meiner persönlichen Daten kann ich nicht auf unsere ignorante Bundesregierung zählen. Insofern sind die Maßnahme auf Arkanil mein kleiner, bescheidener Beitrag zu mehr Datenschutz.

Jetzt muss nur noch die Totalüberwachung des Internets gestoppt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

8 Gedanken zu “In eigener Sache: Social Media und Datenschutz”