7 Kommentare

  1. Ich glaube, es ist gar nicht so leicht, eine so große, aus diversen Individuen bestehene Gruppe wie die DSA-Spielerschaft gar keine einheitliche Vorstellung hat, wohin DSA gehen soll. Mit den Regionalbeschreibungen, die ich kenne, bin ich ganz zufrieden. Vielleicht liegt das Hauptproblem darin, dass die Redaktion einge bisher wenig in Erscheinung getretene Autoren zu festen Mitgliedern gemacht hat. Evie Demirtel, Marie Mönkemeyer, Jens Ullrich und Melanie Elisabeth Claudine Meier haben zumindest nicht so viele Beiträge veröffentlicht, wie ich es mir für die Mehrzahl fest angestellter Autoren wünschen würde. Nicht falsch verstehen: ein paar weniger Erfahrene dürfen gern in der Redaktion sein, aber die Mehrzahl sollte aus erfahrenen Autoren rekrutiert werden.

    1. Das ist ein wichtiger Punkt, den du ansprichst.
      Ich hab es schonmal an anderer Stelle gesagt, aber ein Autor muss noch lange kein Gamedesigner sein. Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Klar ist es gut, wenn man von beiden Feldern Ahnung hat, bleibt ja auch nicht aus, wenn man ein Abenteuer also eine Geschichte zu einem Ruleset schreibt.
      Und ein Ruleset hat man nunmal für so ein komplexes Spiel nicht über Nacht und auch nicht, wenn man aus einer Umfrage die 3 Lieblingshausregeln durch die Fanbase abstimmen lässt und diese dann noch irgendwie reinwurschtelt.

      Da braucht man erstmal ein klar formuliertes Desigkonzept und dann Erfahrung, Mathe, Augenmaß, viel Testzeit usw.
      Und all das gilt auch dann, selbst wenn nur kleine Änderungen vorgenommen werden, denn die können nach hinten raus bei der Komplexität auf einmal auch Probleme machen.

  2. *off-topic* Nr. 1: @ Arkanil: Oben rechts auf deiner Website funktioniert der „Kontakt“-Link nicht.
    Wenn ich den anklicke, kommt nur: „Contact Form Shortcode Fehler: ungültige Formularnummer im Shortcode.“
    Oder willst du gar keine Nachrichten mehr via Kontaktformular? 🙂

    *off-topic* Nr. 2: Vorschlag für ein Thema abseits von DSA: Bring doch mal was zu DEADLANDS; damit meine ich nicht
    die Sci-Fi-Version Hell on Earth, sondern den guten alten WEIRD WEST. Danke schon mal im Voraus! 🙂

    @topic: Seit der Ankündigung und all den Diskussionen in diversen Foren kann ich nur sagen: Herr Truant, hätten Sie das Ganze nicht DSA5, sondern DSA 4.2 genannt, wären uns allen viele unnötige Diskussionen & Aufreger erspart geblieben. (Klar, DSA5 klingt vielleicht marketingtechnisch besser, frischer; aber eigentlich ists nur ne – vielleicht auch grössere – Verbesserung von 4.1).

    Klar will er/der Verlag nicht dasselbe Risko eingehen wie Wizards of the Coast, die von 3.5 zu Vers. 4 tabula rasa gemacht haben, vieles verschlankt/modernisiert haben – und dann sind viele Alt-Fans zu Pathfinder abgesprungen. Den Rest kennen wir ja, D&D4 konnte zu wenig Neue begeistern und ohne die alten Fans war plötzlich Pathfinder Marktführer (fast schon ironisch). Auch Pathfnder hatte damals eine gross angelegte Einbindung/Umfrage der Fans; D&D4 nicht, die wirkten im stillen Kämmerlein. Was macht D&D Next? Sie binden die Fans ein 🙂

    Bei DSA5 hab ich das Gefühl (bis jetzt!), dass man offiziell die Fans einbindet, inoffiziell eigentlich schon alles in der Redaktion (stilles Kämmerlein) geregelt hat. Aber Faneinbindung ist ja marketingtechnisch im Moment sehr „in“ (siehe Pathfinder & D&D Next).

    Und von all den Kommunikationspannen (Intransparenz) & Missverständnissen ganz zu schweigen… (aber das haben Andere hier schon genauer ausgeführt; da will ich nix aufwärmen).

    1. Danke für den Hinweis mit dem Kontaktforumlar. Es sollte jetzt wieder funktionieren. 🙂

      Zu Deadlands: Das ist auf jeden Fall ein Rollenspiel, das ich mich mir mal anschauen werde. Sobald ich die Zeit dafür finde… 😉

  3. Schöner Artikel.

    Was gefällt: –

    Was gefällt nicht: alles

    Was ich mir erhoffte: Die Streichung aller Sonderfertigkeiten. DSA als Spiel für verschiedene Bereiche wieder aufzubauen, zu unterstützen und eine funktionale, integrale Webpräsenz für alle Interessierte/Neueinsteiger – d.h. auch Unterstützung von Vereinen/LARPs, anderen Sprachversionen und anderen DSA-Unternehmen (Uhrwerk, Chromatrix, …).

    Was ich erwartete: Konzeptlose, ideenlose Geldmacherei, bei der nur bereits Vorhandenes ausgelutscht wird ohne Neues zu entwickeln. Im Computer-Jargon: DSA4.2 wird wenig mehr als ein aufgewärmter DLC für die Kosten mehrer ganzer Spiele.

  4. Jetzt stellt Euch mal folgendes vor: Ein Verlag plant ein neue Version eines sehr beliebten Rollenspiels. Das kleine 1×1 sagt: Bezieh die Fanbase mit ein. Der Verlag macht das mit einer großen Umfrage mit ein paar Tausend Einsendungen und das Ergebnis ist: Eigentlich sollte alles so bleiben, wie es ist.
    Was nun?
    Naja, man könnte ein kleines Facelift machen und das ganze als neue Version verkaufen oder man könnte das gesamte Regelwerk umschmeißen und das Rad neu erfinden. Ersteres riskiert, dass die neue Verion als Marketinggag abgelehnt wird. Zweiteres riskiert Abkehr der Fanbase.

    Auf der RatCon hat Mario Truant genau dieses Dilemma dargestellt. Seine Lösung entspräche auch meiner, wenn ich an seiner Stelle gewesen wäre:

    Es sollte ein paar Regeländerungen geben, die aber den Grundcharakter des Spiels erhalten und die DSA4-Supplements nutzbar halten. Die Regelbaustellen (2-Waffenkampf, Reiterkampf, Sonderfertigkeiten-Wust,….) sollten bearbeitet (aka „streamlined“) und ins ursprüngliche System integriert werden. Thema: Der gleiche Mechanismus an jeder Stelle. Und dann sollte die Veröffentlichungspolitik überdacht werden. Außerdem muss eine einsteigerfreundliche Version her, und zwar asap.

    Es gilt also die Balance zu finden zwischen Änderungen, die gravierend genug sind, eine neue Versionsnummer zu rechtfertigen und genug Beibehaltung um die Fanbase (nach den Ergebnissen der Abstimmung) nicht zu vergraulen.

    Wie immer in so einem Fall kann man es niemals jedem rechtmachen. Das geht nicht. Außerdem kann jetzt noch keiner wissen, wie DSA5 am Ende tatsächlich aussehen wird. Warten wir´s ab, arbeiten wir mit und geben wir der Redaktion die Chance, erstmal etwas zusammen zu stellen, bevor wir ein Pauschalurteil aus ein paar Äußerung zusammenzuschrauben. Bislang ist alles „Work.in-Progress“ und anscheinend noch in Arbeit.

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