Dragonbane Crowdfunding

4 Kommentare

  1. Ironischer Weise liefert Franz das entscheidende Gegenargument für sein Plädoyer. Das ist nicht böse gemeint Franz gegenüber, den ich sehr schätze, sondern es verdeutlicht das Dilemma des Rollenspiel-Business.
    „Verzögerungen erklärt Franz Janson damit, dass die deutsche Rollenspielszene in vielen Bereichen nicht nach den üblichen marktwirtschaftlichen Kriterien funktioniere. Ein großer Teil der Arbeit werde nebenbei mit viel Enthusiasmus von Freiberuflern erledigt, für die diese Tätigkeit aber mehr Hobby als Beruf sei. Verlagen fehlen laut Janson strukturell Mittel, um Zeitpläne und Arbeiten zu beschleunigen. Sie seien stattdessen darauf angewiesen, dass freie Mitarbeiter ausreichend Zeit und Engagement einsetzten.“

    Genau an dieser Stelle bekommen die Crowdfundings oder Vorbestellungen ja ihre wichtige Bedeutung für die Verlage: Es ist ein Werkzeug nicht nur des Marketings und der Finanzierung, sondern auch des Risikomanagements. Natürlich führt Direktverkauf zur „Optimierung der Marge“, aber das ist auch erforderlich, weil das Rollenspielverlagsgeschäft ein unprofessionelles, und unrentables Geschäft ist.

    1. Ich würde im Gegenteil vermuten, das Geschäft der Verlage ist das rentabelste und professionellste im Rollenspielsektor (Produktion, Marketing, Vertrieb und so weiter). Nicht umsonst befinden sich dort die festangestellten Mitarbeiter mit den „seriösen“ Berufsbezeichnungen. Die wahre Selbstausbeutung findet bei der Erstellung der Inhalte (und von AutorInnen sicher nochmal mehr als von IllustratorInnen) statt.
      Das ist das eigentlich Tragische, finde ich, und der Teil, an dem auch wir Kunden mit unseren immer höheren Ansprüchen an „production values“ anstatt spielrelevanter Inhalte, einen Anteil haben.

      1. Ich bin mir nicht sicher, ob wir uns richtig verstanden haben.
        Meine These war, dass das Rollenspielverlagsgeschäft ‚an sich‘ ein unprofessionelles und unrentables Geschäftsfeld an sich ist. Damit meinte ich einerseits, dass viel mit Laien und Autodidakt_innen und freier Arbeit gearbeitet wird und die Margen schlecht sind. Also im Vergleich mit anderen Geschäftsbereichen, wie Gastronomie oder Bauhandwerk nicht innerhalb des Rollenspielsektors.

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