16 Kommentare

  1. Schöner Artikel. Ich bin ja der Meinung, dass man das exakt so auch schon im Jahr 2000 hätte schreiben können 😉 Aber ist schön, dass Myranor durch solche Artikel mal in das positive Licht gerückt wird, das es verdient hat. Die Kritik zu Aventurien teile ich, finde aber, dass man sich da durchaus auch reizvolle Dinge rauspicken und den Metaplot ignorieren kann.

    1. Gefällt mir auch gut, dein Artikel. @Dennis: natürlich, aber offenbar gibt es viele Leute, die mit Metaplot spielen und offenbar auch alle Bände sammeln. Ich hab auch so einen in unserer Gruppe. Na ja, wenn’s ihm Spaß macht. Ich hab nur ein paar Bände und sonst würde ich mir mal was von den Mitspielern leihen.

  2. Ich muss grinsen – exakt diese hier mit den letzten beiden Blogeinträgen beschriebene Erfahrung (Lamea + Sternenpfeiler = wow!) hatte ich als langjähriger „Hardcore-Metaploter“ letztes Jahr ebenfalls. Ich habe schon alleine zwei Wochen mit dem Kartenmaterial aus „Unter dem Sternenpfeiler“ verbracht, bis ich einigermaßen eine (räumliche) Ordnung in diese unglaublich alte, mystische und bedrohte Welt gebracht hatte.

    Zwei Anmerkungen: 1) Noch konnte ich es meinen Spielgruppen nicht schmackhaft machen. Sie dürften halt irgendwie gar nicht merken, dass sie jetzt da sind, da wäre es wohl das bessere Aventurien.
    2) Man merkt den anderen Stil bei Uhrwerk. Manche Aventurien-Publikation kommt sicher nur daher so soap-artig daher, weil das Buch in Druck MUSSTE. Wie oft wurde „Das Imperium und seine Feinde“ verschoben? Es hat sich doch nur gelohnt! Mal sehen, ob ich mir einfach nur, um diese Hypothese zu prüfen, ein Tharun-Produkt kaufen werde…

  3. ich finde myranor schon deshalb gut, weil es dort nichts ausmacht wenn du kein mensch bist.

    oder stellt auch mal vor ein baramune würde eine tarverne in aventurien betreten. die leute würde gleich dämon brüllen und versuchen ihn zu töten.

    ich finde aventurien teilweis auch zu weit weg von fantasy.

  4. Als Historiker mit starken Tendenzen zur Kulturgeschichte finde ich es immer wieder seltsam, dass das nebeneinander von sich kaum beienflussenden Kulturen auf der Fläche Europas in einer mittelalterlichen Welt als etwas komisches oder seltsames wahrgenommen wird. Das ist in der Realität teilweise noch deutlich ausgeprägter, historisch wie aktuell.

    1. Hm, vielleicht ist Nebeneinander von Kulturen nicht ganz der richtige Ausdruck. Besser ist vielleicht: Nebeneinander von Epochen. Den Eindruck habe ich nämlich in Aventurien. Das Mittelreich würde ich geschichtlich eher im Mittelalter bzw. Spätmittelalter ansiedeln, während das Horasreich eher in die Renaissance passt. Aber vielleicht ordne ich das auch falsch zu. So gut kenne ich mich nicht aus.

  5. Es mag ja vieles stimmen, doch einst fing Aventurien 1985 genauso an, dazu braucht man nur auf die olle Hex-Karte blicken. Würden genauos heute wie einst damals die „Erforscher“ ihre Städte, Regionen etc. einschickne können, dann würde vermutlcih Myranor nach 20 Jahren kaum anders aussehen als Aventurien – nämlich fast vollständig erforscht. Nur das heute wohl kaum so viel Fan-Einsatz vorhandne wäre.
    Trotzdem möchte ich mal etwas über Ras Tabor hören (ein Erbe uas Aventurien) 🙂

    1. Möglich, dass der Fan-Einsatz heute nicht im gleichen Maße vorhanden wäre. Bei Myranor ist es aber auch erklärtes Ziel der Redaktion, den Kontinent nicht flächendeckend zu beschreiben, sondern viel für die eigene Ausgestaltung offen zu lassen.
      Nicht jedes Fanwork muss offiziellen Status erhalten, auch wenn es diesen vielleicht „verdient“ hätte.

  6. Hallo,

    ich kann Deine Ansichten gut verstehen (kenne selber Myranor aber nicht).
    Oft fehlt mir auch das Element des Unbekannten in Aventurien, da man seit Jahrzehnten diesen Kontinent bereist.

    Die Größe des Kontinentes hat mich aber bislang noch nie sonderlich interessiert. Auch verlassene Regionen mit Wildnisbonus gibt es: Orkland, Khomwüste, Salamandersteine, Ehernes Schwert, Maraskan etc.

    Aventurien finde ich auch nicht unbedingt als low-Fantasy. Hier wird vielmehr „versteckte high-Fantasy“ angesiedelt, z.B. Khadan Varsinian Firdayon ist das Kind eines Drachen (!) mit viel Potential für Rollenspiel.

    Hilfreich ist es bislang auch immer gewesen, eine realistische Fantasy mit viel Bezug zu irdischen Kulturen im Hinterkopf zu haben.

    Aber einen Drachen als Stadtherr finde ich doch auch cool 🙂
    Das ist old-school-Fantasy, die’s wirklich so nicht in Aventurien gibt…

    mal sehen, ob wir auch übersiedeln – aber an die Katzenviecher werde ich mich auch nie gewöhnen können…;-)

  7. Ja, wirklich schön geschrieben, etwas fehlt mir aber noch:
    Myranor ist „frei“! Als SL kann man ohne weiteres eine größere Stadt mitten im Herzen des Imperiums erfinden. Dank der Chimärenkriege kann man eigene kulturschaffende Spezies oder bizarre Monster einführen, wenn man will auch eine neue Gottheit – eine Karma-spendende sogar. Dann noch die unendlichen Möglichkeiten, eigene Zauber zu generieren…
    Nicht, dass es in den Quellenbüchern nicht auch so haufenweise Offizielles als Inspiration für Abenteuer gäbe, aber das Material gibt dem Meister nicht gleich auch wieder 1.000 Einschränkungen mit, sondern lässt Raum, sich richtig auszutoben.

  8. Hallo zusammen,

    ich schließe mich dem positiven Einsruck an und frage daher: warum braucht man Uthuria? Myranor bietet alles, was Nicht-Aventurien ist.

    und wenn noch ein Kultur fehlt: Platz im Westn oder Süden is vorhanden!

    Stattdessen wird Uturia nun Kulturen, Wesenheiten und Abentuer bieten müssen, die es nicht in Aventuren und nicht in Myranor gibt: das erste Abentuer war eine Überfahrt, nicht anders als nach Tharun oder Myranor, nur deutlich langweiliger

  9. Ich kann mich der Kritik auch nur anschließen.
    Man kann zwar mit zu viel (Fantasy) und zu wenig (Fantasy) immer was falsch machen, aber an sich ist das Werk eigentlich gelungen. Zu „klein“ ist mir Myranor eigentlich nicht. Aber ein bisschen mehr/ anders hätten sie es schon machen können ^^

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