Die Welt ist um ein Mysterium ärmer. Über (gefühlte) Jahrzehnte hinweg gab es auf der Homepage des Uhrwerk Verlages ein großes Geheimnis: der Verlag selbst.

Vom brennenden Verlangen getrieben, mehr über die Hintergründe des Verlages und über die Macher der Uhrwerk-Produkte zu erfahren, klickte ich immer wieder und wieder auf den „Über uns“-Link auf der Uhrwerk-Homepage.

Und immer wieder und wieder wurde ich enttäuscht.

Das einzige, was dort zu sehen war, war dieses Kerlchen:

über uns
Immer wieder und wieder: Kommt noch.

Kommt noch.

Kommt noch.

Doch nie kam etwas.

Was hat dieser Verlag bloß zu verbergen?

Warum legen die Verantwortlichen keine Rechenschaft darüber ab, wie und von wem sie ihre Produkte produzieren lassen? Welche dunklen Geheimnisse sollen nicht an die Öffentlichkeit dringen?

Lässt der Uhrwerk Verlag seine Rollenspielbände vielleicht von kleinen Kindern in 18-Stunden-Schichten in unbeleuchteten Fabrikhallen in Köln-Kalk schreiben? Stammt das Holz für die Papierproduktion eventuell aus illegalem Baumschlag im Kölner Volksgarten? Und wer ist für all das verantwortlich? Steckt hinter dem Uhrwerk Verlag vielleicht sogar mehr als auf den ersten Blick ersichtlich ist? Die grauenvollste Vermutung: Ist der Uhrwerk Verlag vielleicht nur ein geschickt getarnter Ableger von Ulisses Spiele, mit dem der Waldemser Spielegigant die deutsche Rollenspielszene unter Kontrolle halten will?

Auf all diese Fragen hat der Uhrwerk Verlag nun eine Antwort gegeben.

Völlig unvermittelt, ohne jede Vorankündigung und von mir wahrscheinlich lange unbemerkt wurde die „Über uns“-Seite auf der Homepage mit Inhalt gefüllt. Plötzlich steht dort, wer und was und wie der Uhrwerk Verlag ist.

Da sieht dann so aus:

uhrwe

Und die Kurzversion geht so:

2009 gegründet, zunächst von Patric Götz aus seinem Erkrather Heim heraus geleitet, publizierte der Uhrwerk Verlag zunächst Hollow Earth Expedition, Deadlands Classic und den DSA-Ableger Myranor. Später kamen neue Spiele, weitere Mitarbeiter und neue Büroräume hinzu. Mittlerweile gibt es ein englisches Verlagslabel und mit Splittermond ein eigenentwickeltes Fantasy-Rollenspiel, an dem ein großes Team gearbeitet hat, und mit dem der Verlag mittelfristig gerne einen großen Kreis… schnarch, schnarch.

Geschickt, lieber Uhrwerk Verlag, sehr geschickt.

Aber mich könnt ihr nicht täuschen. Diese Selbstpräsentation ist so offensichtlich absichtsvoll unspektakulär, damit werdet ihr mich nicht einlullen. Eure dunklen Geheimnisse werden nicht mehr lange im Verborgenen bleiben. Das Arkanil-Investigativteam ist schon unterwegs. Zittert!

Ein Kommentar zu “Uhrwerk Verlag gibt vermeintlich Einblick in seine Arbeit

  1. „Vom brennenden Verlangen getrieben, mehr über die Hintergründe des Verlages und über die Macher der Uhrwerk-Produkte zu erfahren, klickte ich immer wieder und wieder auf den „Über uns“-Link auf der Uhrwerk-Homepage.

    Und immer wieder und wieder wurde ich enttäuscht.“

    😉

    Seit 14 Jahren werde ich von folgender Seite verhöhnt, die sich ein Namensvetter von mir sicherte, kurz bevor ich die gleiche Idee hatte…

    http://www.krannich.net/

    14! Jahre!

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