8 Kommentare

  1. Gut, dass du hier Grundsätzliches ansprichst, welches das DereGlobus-Projekt vielleicht als zu selbstverständlich voraussetzt. Und schön, dass du dennoch zum Schluss kommst, das meine Kritik gerechtfertigt ist. 😉

    Ich bin ein Fan des „Realismus“ im schönen Wort „Fantastischer Realismus“, das geb‘ ich zu. Allerdings möchte ich auch darauf hinweisen, dass man an der Größe auch ganz praktisch-fantastische Probleme finden kann, wie z.B. die gigantischen Entfernungen die von Entdeckern zurückgelegt werden müssen. Natürlich gibt es vielleicht auch die Spieler, die sagen: Die Helden kommen an, wenn es dramaturgisch passt. Aber das passt nicht so richtig zur Entdeckermentalität finde ich, wo Entfernungen über Leben und Tot entscheiden können und das gesamte Abenteuer maßgeblich beeinflussen.

    1. Ich stimme Dir in allen Punkte völlig zu. 🙂

      Die gigantischen Entfernungen von Uthuria sind für Entdecker nur schwer zu meistern. Das fängt bereits bei „An fremden Gestaden“ an. Wenn ich mich nicht täusche, muss die Heldengruppe im Laufe eines Abenteuers zu der nahe gelegenen Bergkette reisen.
      Wobei „nahe gelegen“ nur relativ ist. Die Bergen sind immer noch rund 600 Meilen entfernt. Der Weg führt quer durch den Dschungel. Als Reisegeschwindigkeit wird im Abenteuer 2 bis 12 Meilen pro Tag angegeben. Nehmen wir die Mitte: 6. Dann dauert die Reise 100 Tage. Samt Rückreise also rund ein halbes Jahr. Und das nur, um mal eben schnell zum Schauplatz des Abenteuerfinales zu reisen…

      Die detaillierten Regeln für Reisegeschwindigkeiten gehören – wenn man so will – ebenfalls zum „Fantastischen Realismus“. Wenn man solche Regeln aufstellt, muss man darauf achten, dass die Entfernungen stimmig sind. Und dann kann man nicht sagen: „Boah, wir machen jetzt einfach mal so einen richtig riesengroßen Kontinent. So total gigantisch. So 15.000 Meilen lang. Das wird toll.“

  2. Das hat weniger mit Realismus als mit Geographie zu tun. Ich weiß nicht wie andere Fantasywelten entstanden sind, ob gleich als komplete Welt oder Landmassen – aber ein Planet der bereits von seinen Ausmaßen so oft beschrieben und damit festgelegt wurde, muß sich der „Realität“ beugen.

  3. Fantasy/Fantasie ist eben nicht dasselbe wie Beliebigkeit. Auch und gerade eine Fantasiewelt wie Dere braucht eine gewisse Glaubwürdigkeit. Grundsätzlich sollte sie so funktionieren, wie unsere Welt, es sei denn, es gibt einen Grund, wieso es anders ist: Magie, Götter, andere Naturgesetze (Sphären, Elemente etc.). Die irrwitzigen Ausmaße Uthurias deuten nunmal auf schlicht auf einen Rechenfehler hin und nicht auf eine wundersame Gegebenheit der Welt. Und wenn ich sowas lese/am Spieltisch höre, und mein erster Gedanke ist nicht „toll, ein Mysterium“, sondern „Scheiße, ein Fehler“, dann sind sie erreicht – die Grenzen der Fantasie.

  4. @zakkarus und @Graf Hardimund:

    Natürlich gehören Glaubwürdigkeit und die Berücksichtigung der geographischen Gegebenheiten dazu. Es geht auch nicht um Beliebigkeit.

    Wie zakkarus geschrieben hat, wurde Dere bereits von seinen Ausmaßen oft beschrieben und damit festgelegt. Das ist genau das „Problem“. Deswegen kann man seiner Fantasie nicht mehr freien Lauf lassen und sagen: „Uthuria hat eine West-Ost-Ausdehnung von 15.000 Meilen.“

    Ich nenne so etwas Realismus, andere nennen es Geographie oder Glaubwürdigkeit. Ist aber letztlich egal. Fakt ist, dass die Ausmaße von Aventurien (und Myranor) sehr genau festgelegt wurden. Das musste man so nicht machen. DSA hat es gemacht – und das schränkt automatisch die Freiheiten bei der Gestaltung von Uthuria ein.

  5. Meine Erklärung

    Dere wurde bisher nur aus der Sicht von Aventurien und Myranor beschrieben, wodurch es naheliegend war, dass Dere eine Kugel ist. Erst jetzt – mit der Entdeckung von Uthuria – wird langsam klar, dass es sich um irgendetwas birnenfähiges handeln muss.

    Wenn man jetzt noch bedenkt, dass zu der Zeit, als Alrik Kiesow DSA erfand, ein gewisser Helmut Kohl Bundeskanzler war…

    1. Der Punkt iurchaus nachvollziehbar. Dann werden wir google mal bitten, eine Birnenvariante exklusiv für DSA zu entwickeln. Vielleicht schaffen wir das mit der Finanzierung, wenn wir das über Crowdfunding machen. Beim Wiki Aventurica hat ein Spendenaufruf schließlich aufgezeigt, was an Geldern zur Verfügung steht… 😀

  6. Ich finde ja: manchmal ist weniger mehr. Der kleinere Kontinent erscheint mir sinnvoller und auch besser bespielbar. Wir haben ja bereits mit Ras Tabor endlose Weiten, die nie einer erreicht. Normalerweise.
    Am Anfang fand ich es echt nervig, dass der nächste Kontinent wieder so riesig war. Und nicht mal ganz im Buch dazu aufgezeichnet war. 😬

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Alle zwei Wochen Überblick und Einordnung aus der P&P-Szene. Kostenlos, jederzeit kündbar.

Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung.

Hier geht's zum Archiv mit der Übersicht aller Newsletter.