Splittermond zeigt Lorakis-Karte

Lorakis mit Teilkontinenten

Lorakis mit TeilkontinentenDie Ähnlichkeiten zwischen Splittermond und DSA sind erstaunlich. Der Vergleich zwischen Lorakis und Aventurien soll nicht überstrapaziert werden. Doch je mehr Informationen über das neue Rollenspiel des Uhrwerk-Verlags auftauchen, desto mehr Parallelen werden sichtbar.

Vergangenen Donnerstag war auf der Splittermond-Homepage erstmals eine Karte der geplanten Spielwelt zu sehen. Zugleich verkündeten die Splittermond-Macher einer Kooperation mit Thamor vom DereGlobus-Projekt. Wie Aventurien soll Lorakis auf der Basis von Google Earth auf dem Globus zugänglich gemacht werden. Neben dem DereGlobus wird es demnächst den SplitterGlobus oder LorakisGlobus geben. Ist das nun gut? Oder schlecht? Oder egal?

Der DereGlobus ist ein großartiges Projekt, das aber in seiner Detailtiefe zugleich Ausdruck des speziellen fantastischen Realismus‘ von DSA ist. Auf dem DereGlobus gibt es nicht nur Karten der Kontinente, Länder und Städte, sondern auch Informationen über Handelszonen, Vegetationszonen, Klimazonen und vieles mehr. All diese Informationen sollen in einem möglichst realistischen Verhältnis zueinander stehen. Widersprüche oder Ungereimtheiten in der Gestaltung der Spielwelt werden durch den DereGlobus schnell sichtbar. So ist die jüngste Debatte über die Größe und Lage Uthurias maßgeblich auf die im DereGlobus-Projekt gesammelten Daten zurückzuführen.

Was bedeutet ein LorakisGlobus für Splittermond? Wird das neue Rollenspiel von Beginn an ähnliche Wege beschreiten wie DSA? Wird der fantastische Realismus für Lorakis ebenso kennzeichnend sein wie er es für Aventurien ist?

Lorakis und die weißen Flecken

Lorakis auf dem GlobusLorakis soll eine riesige Welt sein, in der es Platz zum Entdecken und Erkunden gibt. Es soll weiße Flecken geben, die die Freiheit bieten, eigene Idee umzusetzen. Doch können die weißen Flecken weiß bleiben, wenn es einen LorakisGlobus gibt?

Das Globus-Projekt lebt von seiner Detailtiefe und –treue. Nur mit einer Spielwelt, die Wert auf derartige Details legt, kann das Projekt funktionieren. Jedes neue Detail birgt jedoch die Gefahr, die weißen Flecken und die Freiheit der Spieler kleiner werden zu lassen.

Auch Aventurien war anfangs eine Spielwelt der weißen Flecken. Doch nicht zuletzt der fantastische Realismus sorgte dafür, dass mit jedem neuen Detail die weißen Flecken kleiner wurden. Es gibt, ähnlich wie beim Metaplot, eine Erklärungsnotstandsspirale. Die detaillierte Beschreibung eines Ortes A hat Auswirkungen auf die Beschreibung des benachbarten Ortes B, die wiederum auf Ort C, die auf Ort D… und irgendwann wissen wir, dass der weiße Fleck eine Nord-Süd-Ausdehnung von 27,32 km hat, für den Anbau von Weizen ausgesprochen gut geeignet ist, aber von den Bauern gemieden wird, weil die weißpelzigen Stachelsalamander die Gegend unsicher machen.

Das neue Aventurien

Zu befürchten ist, dass Lorakis einen ähnlichen Weg beschreiten wird wie Aventurien. In vielleicht zehn Jahren – vorausgesetzt Splittermond gibt es dann noch – wäre Lorakis ungefähr da, wo Aventurien heute ist. Lorakis wäre kein Ort für Entdeckungen mehr, sondern die hochkomplexe Simulation einer Fantasiewelt.

Aber vielleicht sehe ich das auch zu pessimistisch. Vielleicht können die Splittermond-Macher tatsächlich die weißen Flecken bewahren. Immerhin ist die Spielwelt deutlich größer als Aventurien und das Konzept der Mondpfade macht eine umfassende Beschreibung des Kontinents nicht zwingend notwendig.

Größenvergleich Lorakis und Aventurien

Vergleich Lorakis/Erde und Aventurien/Europa
(Klicken zum Vergrößern)

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