11 Kommentare

  1. Ich sehe das etwas gelassener.

    Ja, es gibt eine ganze Menge Fanboys, welche der Meinung sind „ihr“ System wäre das beste seit geschnitten Brot. So what? Ist doch schön, wenn jemand noch FREUDE an seinem Hobby hat und mit BEGEISTERUNG an dieses herangehen kann.

    Auch wenn ich das entsprechende System selbst nicht mag, habe ich nichts gegen System-Fanboys, denn sie zeigen dass die RSP-Szene „bunt und granatenstark“ ist. Pluralität ist etwas GUTES, es gibt absolut KEINEN Grund, irgendjemand „sein“ System schlechtzureden und ihm zu sagen „spiel doch lieber XY, das ist viel besser!“ Auf diesem Weg liegt nur Zynismus und Verbitterung und es bringt die Szene nicht wirklich weiter, wenn alle nur dasselbe spielen.

  2. Ich kann mit dem Posting nichts anfangen. Durchaus eine gewisse Verlagsnähe aufweisende Fan-Berichts-Projekte wie Nandurion oder Orkenspalter TV haben eine ziemlich hohe Qualität und auch Vielschichtigkeit. Wer sich schonmal eine Rezzension oder Forenbeiträge von Leuten die noch nie was an DSA fanden zu einem DSA-Produkt durchgelesen hat weiß, dass so eine Form von Distanz nicht hilfreich ist und nicht die Perspektive ist, die die meisten Fans die nun einem die Rollenspielkanäle lesen lesen möchten. Innerhalb dieser Perspektive gibt es durchaus immer wieder viel Kritik grade auch an Ulisses. Bei zu großer Nähe machen z.B. Orkenspalter.TV zu Uhrwerk direkt darauf aufmerksam und vergeben keine Bewertung.
    Das ist durchaus mehr Transparenz als sie von der gewöhnlichen Medienwelt zu erwarten ist, wie enthüllungen aus diversen Großzeitungen im Verhältnis zu ihren Anzeigenkunden in den letzten Jahren belegt haben. Orkenspalter.TV jeweils einzelne Autoren von Nandurion und auch Arkanil stehen dabei für unterschiedliche Perspektiven und vorlieben für DSA und sind sich deshalb öfters mal in der Bewertung nicht einig. Ich als leser kann mich daran orientieren und diese Voreingenommenheit in meinen Lesevorgang klar mit einkalkulieren.

    1. Zwei Dinge dazu:

      1. Es ist nicht alles schlecht. Es gibt durchaus Menschen, die reflektieren. Aber noch viel mehr, die das nicht tun.

      2. Viele Fans wollen, wie du schreibst, eben nur Rollenspiel- oder Fan-Kanäle lesen und sind damit zufrieden. Gerade das ist aber führt zu Problemen. Wer sich einseitig informiert kann auch nur einseitig diskutieren.

  3. So ganz verstehe ich den Ansatz nicht.
    Beispiel: Seit Jahren beschäftige ich mich mit ‚zig Materialien aus dem Bereich Dingsbums. Ich lese über Dingsbums, ich verbringe meine Zeit mit Dingsbums und ich treffe mich mit Freunden zum Thema Dingsbums. Und dann soll ich so viel Abstand haben, dass mich Dingsbums emotional nicht tangiert?

    Die Produzenten wollen, dass die Käufer emotionalisiert werden, weil dann die Umsätze, Konversionsraten usw. steigen. Und Du frägst nach Distanz?

    Also, Distanz fände ich schlecht. Aber mit mehr Toleranz gibt es weniger negative Gefühlsausbrüche zum Thema/Hobby. Das ist in meinen Augen viel wichtiger.

  4. Im Prinzip finde ich, dass deinen Vergleich zum Fußball etwas hat.
    Es gibt Fußball-Fans und es gibt Ultras. Die einen werfen den anderen jeweils vor, keine richtigen/guten Fans zu sein. Der weitaus größte Anteil der Leute, die Fußball gucken und für den einen oder anderen Verein mitfiebern, sind weitestgehend normale und unauffällige Konsumenten.
    Aber die Ultras sind die, die die Stimmung im Stadion erzeugen, mit denen der Verein sich immer wieder auseinander setzen muss, weil wieder Pyrotechnik am Start war usw.
    Es geht eben nicht ohne aber auch nicht so richtig mit.

  5. Ich hab die Würfel weggepackt. Ich spiele keine Online Runden mehr, ebenso das wöchentliche Treffen zum spielen hab ich aus den genannten Gründen eingestellt. Derzeit kotzt mich die ganze Rollenspiel Community nur noch an. Man gibt ein Kommentar irgendwo ab und schon kommen die ganzen Rollenspielpropheten und die die alles besser können! Man wird als Troll verleumdet wenn man nicht der allgemeinen Meinung ist. Es wird nicht diskutiert, sondern immer nur diskreditiert.

    Und wenn man es mal zusammenrechnet kann man sich auch fast jedes Jahr einen neuen Gaming PC kaufen, die Kohle die Beim Rollenspiel drauf geht ist enorm. Besonders dann, wenn das System Pathfinder oder DSA heißt. 🙂

    1. Kennst du eine Community die das Diskreditierungsproblem nicht hat? Ich habe häufig den Eindruck, dass das eher ein Problem des Internets im Allgemeinem ist. Von daher sollten wir uns hüten ein Problem als spezifisch für Rollenspielet zu deklarieren. Das könnte ein Irrweg sein.

  6. Irgendwie ist mir dein konkretes Plädoyer noch zu dünn. Zunächst einmal wäre ich mir nicht sicher, ob du die Bedeutung und das Gewicht von Bloggern richtig einschätzt. Womöglich sind (und waren) Blogger für die Rollenspielszene insgesamt viel unbedeutender als wir meinen.

    Dann stelle ich mir die Frage, ob deine Anregung auf konkreten Erfahrungen oder rein theoretischen Überlegungen beruht. Ständiger Relativismus hilft auf Dauer auch niemandem. Da ist mir ein engagierter Fan allemal lieber. Der kann auch kritisch sein. Der größte Kritiker der Deutschen Bahn ist auch eine Gruppe, die sich ProBahn nennt.

    Und der Aufruf an Rezensenten doch bitte, ja was eigentlich, zu sein? Objektiv, neutral, distanziert, na ist ja auch egal. Ich bin zunächst mal froh, dass es überhaupt ein solch umfangreiches Angebot an Rezensionen gibt. Einen konkreten Schaden durch Propagandaschriften kann ich zumindest aus meiner Perspektive nicht erkennen. Vielleicht ist mir auch einfach der Kern deines Beitrags entgangen. Womöglich kannst du diesen Missstand ja noch beheben.

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