4 Kommentare

  1. und ich dachte, dass ich es verrissen hätte, und immerhin hab ich ja die doppelte Punktzahl vergeben.

    Allerdings sprichst Du nicht nur mir, sondern fast allen Leuten, die DSA schon länger und mehr als einmal gespielt haben, aus der Seele. Aus einer Ankündigung wurde eine komplette Umkehrung des Marketings, was ja auch heute noch offensiv so vertreten wird.

  2. Das Kompendium hat mir an sich ganz gut gefallen, allerdings habe ich mir auch nur die 19.95 Variante geleistet. Diese kommt allerdings in einem handlichen Format daher und ist so schonmal deutlich weniger unpraktisch als die ganzen Schinken.

    Es wäre dem Buch vermutlich geholfen gewesen, wenn die ausführlichen Tabellen und ähnliches rigoros auf einer Seite pro Talent gehalten worden wären. Ich kann also schon sehen, dass man da den Überblick schnell verliert.

    Der Mehrwert ist sehr durchwachsen. Mir haben die zusätzlichen Kampfsonderfertigkeiten und allgemeine Sonderfertigkeiten sehr gefallen, da sie Varianz hineinbringen ohne, dass es deutlich optimale Lösungen gibt und sie auch frei von Kandidaten sind, bei denen man sich nur denkt ‚Nette Idee, aber so wie das geregelt ist nutzt das niemand über SF X‘.
    Komplizierte Trefferzonenregeln bieten mir keine Erfüllung und die habe ich auch nur überblättert – würde der Rezension in diesem Punkt also zustimmen.

    Alles in allem habe ich viele schöne Sonderfertigkeiten bekommen die mir helfen Helden ‚auf dem Papier‘ schöner auszugestalten. Das hilft, zusammen mit Vorteilen, dann auch die ganze Geschichte vom Würfeln mit ins Spiel mit hineinzubringen.

    Problematischer finde ich bei der DSA 5 Produktgestaltung eher die Tendenz alles in verschiedenen Bändern zu publizieren. Gleichzeitig in der Hand gehabt: Die streitenden Königreiche und das Rüstkammer Ding. Sind beide nicht auf dem gleichen Stand.

    tl;dr: Wollte (d20) feats für dsa; bekam (d20) feats.

  3. Ja, eine einheitliche Struktur ist klasse, wenn sie denn sinnvoll gewählt ist und klare Unterscheidungen von übergeordneten und untergeordneten Abschnitten etc. erlaubt,.
    Es ist nicht damit getan das eine braun und das andere violett oder hellblau zu unterlegen. Das hat Markus im Podcast auch schon als Fehler erkannt bzw. bezeichnet. Immerhin. Mal sehen, wie es im nächsten Band bzw. einer Neuauflage gehandhabt wird.
    Aber die unzulänglichkeiten gehen ja noch weiter.
    Kampftechniken, Kampfsonderfertigkeiten, Kampfstile, Kampfstilsonderfertigkeiten…
    WTF??!! Wer soll da noch durchsteigen?
    Auch bei den Talenten/Fertigkeiten und deren sonstige Bezeichnungen wie SF, Anwendungsgebiete usw.
    Das Vokabular ist teilweise zu undurchsichtig und zu ähnlich, so dass Regelkomplexe schlecht von einander abgetrennt sind und alles in einem Regelmischmasch verschimmt. Hier besteht für die Zukunft (DAS 5.1?) dringender Handlungsbedarf.

  4. Haha, ich hätte mich fast weggeschmissen vor Lachen. In dem Fall kann ich natürlich nicht wissen ob hier bug oder feature am Werk ist.
    Du fragst dich (mehr als berechtigt) welchen Mehrwert die ganzen Detailregeln bringen und wer dann die Zielgruppe sein soll? Die Antwort ist vermutlich sehr simpel.
    DSA4 war in seiner Gesamtheit so lachhaft kompliziert, dass man immer wieder hörte, das sei doch nur was für Perverse mit einem Fetisch für unnötigen Regelballast. Und immer wieder hörte man von Menschen, die dieses Regelungetüm tatsächlich gut fanden. Nehmen wir mal an, die Grundregeln von DSA5 wären halbwegs geschmeidig und überschaubar, dann hätte der Regeldesigner vermutlich ein Problem. „Was machen wir mit den ganzen Perversen, die ihr größtes Vergnügen daraus ziehen völlig überkomplexe Regeln zu erlernen?“ Diese Leute sind definitiv eine Zielgruppe. Und ich würde mal darauf wetten, dass es genügend Menschen sind, um ein solches Produkt lohnenswert zu machen.

    Das ist natürlich sehr schade, für die, die sich ein wirklich ein flüssiges System mit interessanten Kampfstilen und all den anderen Dingen gewünscht hätten. Vielleicht gibt es ja noch mal ein Fast Kompendium, das ein anderes Set von Optionen anbietet, die wirklich schneller und eleganter sind. Was nämlich gerne vergessen wird, ist der Umstand, dass es von solchen optionalen Regeln ja durchaus Varianten geben kann. Eine für die Fraktion mit Fokus Regelaversion, eine für die Fraktion mit Fokus Regelaffinität. Leider scheint man davon aber kaum Gebrauch zu machen. Dazu müsste man sich natürlich auch inhaltlich mit der Frage auseinandersetzen, welche Regel für welches Publikum sein soll. Das ist halt verdammt schwierig.

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