11 Kommentare

  1. Nun ja, der Zerfall des großen Menschenreichs in mehrere kleine ist ja schon seit Jahrhunderten (Unabhängigkeit liebliches Feld vor knapp 3) im Gange. Das entspricht ja auch der europäischen Geschichte. Das das Mittelreich von fast allen Kriegen der letzten Jahrzehnte betroffen war, liegt zum einen an seiner zentralen Lage und danach seiner Größe: wenn was passiert, dann wahrscheinlich (auch) im Mittelreich, sonst meist nur am Rande der menschlichen Zivilisation.
    Es wäre für das Reich sicher hilfreich, wenn die Bespielung einige Jahrzehnte (innerweltlich) aussetzen würde;).

    1. Naja, es liegt vor allem daran, das die meisten Spieler und Abenteuer im Mittelreich spielten, und man weiterhin für den Paradigmenwechsel in der Redaktion (Zentralstaat – „Kleinstaatenbund“) die gestaltenden Ereignisse benötigte. Da bieten sich Kriege halt an…. Ob das nun unbedingt besser ist, ist dann wieder GEschmackssache. Die wenigsten Gruppen, die mir bekannt sind, bekommen es zeitlich hin, dem Metaplot und seinen Ereignissen zu folgen, insofern überrollt die Redaktion die Spieler mit einem sich sind an vielen Stellen ändernden Hintergrund, welchen die Spieler oftmals spielerisch nicht oder erst sehr viel später, wenn er schon wieder überholt ist, zu Gesicht bekommen werden.

      Manchmal hat man das Gefühl, der Metaplot dient vor allem der Beschäftigung und Selbstbespaßung derer, die an den „Schaltstellen der Macht“ sitzen, und dazu noch dazu, um Möglichkeiten für neue Produkte zu schaffen. Das Ergebnis sind dann unter anderem „Dunkle Zeiten“…

  2. Zählt jedes Scharmützel schon als Krieg?

    Welcher 4te Orkensturm?

    Das JdF, der 35-Tage-Krieg und der Kampf um den Lilienthron ist Teil des Borbaradkrieges.

    1. Die Aufteilung habe ich von Wiki Aventurica übernommen. Sie erscheint mir auch sinnvoll. Aber entscheidend ist ohnehin nicht die Zählung, es kommt auf die Ereignisse an.

  3. Die Betrachtungsweise ist etwas einsichtig. Es gab in den Dunklen Zeiten Kriege, aber die waren nicht Grund für die Bezeichnung „Dunkle Zeiten“. Eigentlich muss man eher sagen, dass es immer irgendwo Krieg gibt. Auf der Erde ist das ja nicht anders.

    Wie sieht es nun mit dem steten Niedergang des Mittelreichs aus? Wenn man genau hinsieht, dann ist der Tiefpunkt doch längst überwunden. Der Konflikt zwischen Albernia und den Nordmarken ist beendet, die Wildermark demnächst auch, Teile Tobriens konnten befreit werden. Die Kaiserin sitzt fest im Sattel und hat auch schon die ersten Provinzherren selber eingesetzt. Echte Gegenspieler hat sie im Reich kaum noch. Das könnte sich aber wieder ändern, wenn Rohaja noch lange unverheiratet und kinderlos bleibt oder unversehens stirbt.

    Religiöse Konflikte in jüngster Zeit fallen mir kaum ein. Die Praioskirchenspaltung ging ohne größere Nebenwirkungen vorbei.

    Wir haben auch keinen großartigen Zerfall der Zivilisation beobachten können.

    Nein, von den Dunklen Zeiten sind wir weit entfernt.

    1. Die dunklen Zeiten dürften dunkle Zeiten heissen, weil von ihnen wenig bekannt ist oder um sich von ihnen abzuheben.

      1. Radul hat Recht, genau deshalb heißen sie Dunkle Zeiten. Nicht der Kriege wegen, sondern des heutigen Kenntnisstandes über sie.

    2. Das ist durchaus eine berechtigter Einwand. Letztlich gibt es Dunkle Zeiten nur dann, wenn die die Redaktion/der Metaplot das so vorsieht. Das ist aber nicht geschehen. Was nicht unbedingt für den Metaplot spricht.

      Um das „lebendige Aventurien“ ereignisreich und spannend zu gestalten, hat man sich im Rahmen des Metaplots dafür entschieden, das Mittelreich hin- und herzuschütteln. Es war permanent Krieg, Herrscher kamen und gingen, Tausende starben auf Schlachtfeldern, ganze Städt wurden ausgelöscht, ein Bürgerkrieg folgte auf den nächsten. Wenn man das einigermaßen realistisch simulieren möchte (was DSA ja möchte), dann hätte das eigentlich zu Dunkle Zeiten führen müssen. Stattdessen: Der Tiefpunkt ist überwunden. Alles wird wieder gut.

      1. und in 300 Jahren werden das bekannten die Heldenkriege oder die dunklen Zeiten sein .

        Das Wissen darum wird vielleicht verloren gehen und dann …

        Hatten wir in Europa, mehrmals.

        Was lernen wir daraus, benutzt Tontafeln für Aufzeichnungen(die sind gebrannt noch haltbarer, oder Stein und nicht Papier.

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