Comic - Campus StellaeDer Nerd lebt nicht vom Rollenspiel allein. Klar doch: In der einen Hand der W20, in der anderen der Charakterbogen, vor einem das aufgeschlagene Regelwerk und im Rücken das Regal mit der wohlsortierten Rollenspiel-Sammlung – da hüpft das Herz. Doch hin und wieder reicht das nicht; hin und wieder möchte man über den Tellerrand hinausblicken, möchte man etwas anderes sehen. Zum Beispiel: Comics.

Mein Comic-Kenntnisstand bewegt sich ungefähr auf Asterix-Niveau, ergänzt um Lucky Luke, Tim und Struppi und einer Handvoll Ausgabe von Batman und The Walking Dead. Das war‘s. Da Deutschland kein Comicland ist, hatte ich bislang selten das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Wer nicht gerade gezielt einen Comicladen ansteuert, wird kaum über ein breites Comicangebot stolpern. Dass so etwas auch anders aussehen kann, weiß jeder, der schon mal in französischen oder belgischen Buchhandlungen gestöbert hat.

Es wird daher Zeit, eine Wissenslücke zu füllen.

Ich bin auf der Suche nach interessante französischen (oder belgischen) Comics oder auch Graphic Novels, sofern es diese in Frankreich gibt. Da das Angebot jedoch nahezu unüberschaubar ist, bin ich etwas aufgeschmissen. Ich setze daher an dieser Stelle auf das geballte Wissen der Nerd-Community und hoffe auf Empfehlungen. 😉

Wenn sich also jemand mit (gern französischsprachigen) Comics auskennt, würde ich mir sehr über ein paar Tipps freuen.

21 Kommentare zu “Französische Comics – Wer kennt sich aus?

  1. Ich kenn mich da auch nicht aus, habe aber in letzter Zeit einiges angetestet.

    Die Reihe Donjon ist eine herrlich-schräge Dungeon-Parodie, die mittlerweile einige Nebenreihen hat.
    -> http://de.wikipedia.org/wiki/Donjon
    Gibt es aber quasi nicht gebraucht, evtl. hiermit antesten:
    -> http://www.ebay.de/itm/Gratis-Comic-Tag-2010-Donjon-Das-Herz-einer-Ente-/380676559126?pt=Comics&hash=item58a2175116

    Ebenfalls gelungen sind die Reihen von Troy, insbesondere die Hauptserie
    Lanfeust von Troy.
    -> http://de.wikipedia.org/wiki/Lanfeust_von_Troy
    Hier gibt es ein Einsteigerpaket zum fairen Preis!
    -> http://www.zweitausaendeins.de/buecher/cartoons-comics/das-lanfeust-von-troy-fantasy-paket-4-baende.html

    Wenn es nicht Fantasy sein soll / darf, in die Richtung von Tim&Struppi geht Mortimer & Blake, gefiel mir auch gut: pulpige Geschichten.
    -> http://de.wikipedia.org/wiki/Blake_und_Mortimer

      1. Wissenswert: Der Autor Froideval hat zu AD&D-Zeiten für TSR gearbeitet und z.B. “Oriental Adventures” verfasst (wobei dort aus Marketing-Gründen Gary Gygax draufsteht).
        Die Chroniken des Schwarzen Mondes sind dementsprechend sehr D&D-nah.

  2. Die TV-Orkenspalter (also Mháire und Nico) scheinen sich da ganz gut auszukennen, zumindest stellen sie immer mal wieder welche in ihrem Format vor.

  3. Da kann ich die Comics von Jean Giraud bzw. Moebius empfehlen. Es ist derselbe Zeichner, doch gerade die Werke, die unter dem Pseudonym entstanden sind, sind großartig und gefallen mir durch seine eher experimentelle Erzähltechnik.

  4. Zunächst sind in Frankreich wie Belgien Graphic Novels im amerikanischen Sinn eher weniger bis gar nicht geläufig. Die meisten Comics werden im Alben-Format verlegt.

    Ansonsten würde ich dir empfehlen einen gut sortierten Comic-Laden aufzusuchen und dich von einem der Verkäufer beraten zu lassen. Bei laufenden Serien würde ich zu bedenken geben das die Veröffentlichungsrythmen mitunter sehr zähl sind.
    Von den abgeschlossenen, auf deutsch erhältichen, Bänden ist mir die vierteilige Serie “Unter Knochen” positiv in Erinnerung geblieben.

    1. Ja, das hatte ich mir schon gedacht, dass es eher keine Graphic Novels gibt. Danke für die Bestätigung. 🙂

  5. Low SciFi / Thriller / eine Art upgedatetes Cyberpunk-Genre:
    – Travis
    – McCallum
    Beide Serien spielen parallel im gleichen Setting. Sehr empfehlenswert, komplexe Abbildung der Gesellschaftsprobleme der Zukunft. Gute Inspiration für Traveller.

  6. Der Verlag Reprodukt hat einige sehr gute französische Künstler im Programm:
    http://www.reprodukt.com/

    Persönliche Highlights:
    Lewis Trondheim, der noch *viel*, *viel* mehr macht als das zu recht empfohlene “Donjon”
    http://www.reprodukt.com/kuenstler/lewis-trondheim/

    Guy Delisle: Die Biographien über seine diversen Reisen sind grossartig, insbesondere “Pjöngjang”
    http://www.reprodukt.com/kuenstler/guy-delisle/

    Manu Larcenet: Hat auch bei “Donjon” teilweise illustriert, aber auch tolle eigene Serien aufgelegt
    http://www.reprodukt.com/kuenstler/manu-larcenet/

    Marc-Antoine Mathieu: So ziemlich das schrägste, was man finden kann. Selten wird das Medium “Comicalbum” so grandios in die Geschichte eingebunden)
    http://www.reprodukt.com/kuenstler/marc-antoine-mathieu/

    Joann Sfar: Miterfinder von “Donjon” und auch sonst sehr umtriebig, “Professor Bell” und vor allem “Die Katze des Rabbiners” bei einem anderen Verlag sind lesenswert
    http://www.reprodukt.com/kuenstler/joann-sfar/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere