Wer etwas mehr über die Hintergründe der Rollenspielbranche erfahren möchte, sollte künftig das Blog von Christian Loewenthal besuchen. Der Geschäftsführer und Mitinhaber von Prometheus Games kündigte heute den Start einer neuen Artikelreihe an, in der er einen Blick hinter die Kulissen eines Rollenspielverlages werfen wird. Mit dieser Artikelreihe möchte Christian Loewenthal die Diskussionen über Rollenspiele auf eine bessere Grundlage stellen – was in seinen Augen dringend notwendig ist.

In seinem Auftaktartikel beklagt Christian Loewenthal die Undurchsichtigkeit der Rollenspielbranche und eklatante Informationsdefizite nicht nur bei Spielern, sondern selbst bei Mitarbeiten. Dies erschwere nicht nur die Arbeit der Rollenspiel-Macher, sondern führe zudem häufig zu Diskussionen, die auf falschen Annahmen beruhten und daher „unnütz“ seien.

Die Gründe für die Undurchsichtigkeit und den Informationsmangel sieht der Prometheus Games-Chef u.a. in einem „schlechten Informationsmanagement“ oder auch einer „diffusen Angst zu viel über die eigene Arbeitskraft, Finanzkraft etc. zu verraten.“ Dieser Geheimniskrämerei möchte er mit der neuen Artikelreihe einige Fakten gegenüberstellen, und damit der „Mauer zwischen Machern und Fans“ ein paar Löchern verpassen.

Welche Fakten er künftig veröffentlichen möchte, hat Christian Loewenthal im Detail noch nicht verraten. Allerdings hat er einige Themen aufgezählt, über die in der Vergangenheit oft ohne echte Informationsgrundlage diskutiert worden sei:

  • Wie sind die typischen Verkaufszahlen eines Buches?
  • Was kostet ein Buch?
  • Wie hoch sind die Druckauflagen?
  • Wer verdient wirklich daran?
  • Kann man davon leben?
  • Brauchen wir noch lokale Ladengeschäfte?
  • Ist Amazon wichtig?
  • Müssen Bücher immer zu Messen produziert werden?
  • Brauchen wir noch Cons?
  • Sind die neuen Rollenspiele alle zu umfangreich und/oder teuer?
  • Sind Supporter wichtig?
  • Warum haben die großen Kaufhausketten keine Rollenspiele mehr im Angebot?
  • Warum kommt es immer wieder zu Verspätungen?

Man darf gespannt sein, ob Christian Loewenthal umfassende Antworten auf all diese Fragen geben wird. Erfreulich wäre es. Das Informationsmanagement der Rollenspielverlage ist tatsächlich häufig verbesserungswürdig und mehr Transparenz würde der Branche guttun.

6 Kommentare zu “Prometheus-Chef Christian Loewenthal blickt hinter Verlags-Kulissen

  1. Unter der Überschrift „Umsätze im Rollenspiel“ hat er auch schon den ersten Artikel geschrieben.

  2. Allerdings, sehr interessanter Beitrag. Die Zahlen lassen sich jetzt natürlich nicht überprüfen, aber als unrealistisch empfand ich sie nicht. Ist auf jeden Fall empfehlenswert.

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