4 Kommentare

  1. Konkurrenz – im Fantasybereich?
    Da ist seit sehr langer Zeit Schwund, erst verschwand vor gefühlt Jahrzehnten MERS (da Laurin Pleite), nahm die erste deutschausgabe von Cthuluh mit, und Midgard schwindet.
    Gut Splittermond erscheint aus den Händen alter DSAler … aber ist das eine Belebung?
    Ich würde eher behaupten der deutsche RPG-Mark schwächelt, die RPG-Läden fast alle verschwunden, in kaum einen Buchgeschäft gibt es Material oder Romane.
    Konkurrenz im RPG-Bereich dagegen gibt es genügend.

  2. Puh Zakkaurs… Inhaltlich finde ich Deine Aussage nicht abwegig, aber Dein zeitlicher Referenzrahmen ist… merkwürdig. MERS verschwand nicht vor „gefühlt Jahrzehnten“, sondern vor „Jahrzehnten“. Laurin ist vor 23 Jahren insolvent gegangen, und I.C.E. hat die Herr der Ringe-Lizenz vor genau 20 Jahren verloren… Seitdem sind übrigens nicht eins, sondern zwei neue HdR-Rollenspiele in den USA erschienen, ins Deutsche übersetzt und wieder eingestellt worden… auch Deine anderen Beispiele sind so lange her, dass es schon gar nicht mehr wahr ist…

    Zur Sache an sich: Ich haue jetzt einfach mal ein paar wilde Spekulationen raus.
    Ich denke, die Entwicklung von DSA5 entspricht nicht ganz den Vorstellungen von Ulisses. Die Gewinnung von Neuspielern mag zufriedenstellend bis erfreulich laufen, die Konversion von DSA4.1-Altspielern zu DSA5 eher nicht. (Das ist anekdotische Beweisführung: Zumindest niemand aus meinem Umfeld hat gewechselt.) Jetzt saßen aber die beiden großen „DSA4.1-Auffangbecken“ bei Uhrwerk. Zum einen ist da Myranor, dass die komplexe Mythologie und Magie von DSA konsequent auf ein höheres Niveau gehoben hat, was bei den detailverliebteren Spielern aus der DSA4.1-Zielgruppe gut ankam. Zum anderen ist das Splittermond, das schlicht und einfah das bessere DSA bleibt: Ein „typisch deutsches“ (was auch immer das heißen mag) Regelsytem mit enger Verzahnung zur Hintergrundwelt, welche wiederum noch genug Platz für eigene Ideen hat.
    Von Ulisses Seite aus kann ich vollkommen verstehen, dass man wenigstens die Route der Altspieler-Abwanderung, die man schließen konnte auch schließen wollte.

    Die andere große Baustelle ist die Portfolio-Erweiterung, und da steht ein Elefant im Raum: Savage Worlds. Ich glaube, Pinnacle wird in den Lizenzverhandlungen, die sie gerade unbezweifelbar mit Uhrwerk und Ulisses führen, versuchen ein Stück vom deutschen DSA-Kuchen abzubekommen. Wie eine Zusammenarbeit dazu aussehen könnte (und was da lizenzrechtlich möglich oder unmöglich ist) weiß ich nicht, aber Ulisses möchte in diesen Verhandlungen sicherlich die volle Kontrolle über sein IP haben, phne Sublizenznehmer.

    Ansonsten leben wir halt einfach in verdammt interessanten Zeiten. Es war niemals einfacher für Klein(st)verlage, sich das Geld für interessante Portierungen heranzuholen, Crowdfunding sei Dank.
    Ein gutes Beispiel dürfte Dungeon World bei System Matters sein. Auch fanproduzierte Sachen haben heute eine weitaus größere Qualität und Reichweite als früher. Die „großen“ Verlage (hiermit meine ich jetzt nur Ulisses) müssen daher noch mehr darauf achten, ihre IPs als Alleinstellungsmerkmal zu erhalten.

    Soweit meine 2 Cent,
    Gruß
    A.

  3. Find ich sehr schade, ich war immer großer fan der Uhrwerk Produktionen im Bereich Myranor. Ich bin mir nicht sicher ob es dem Setting/Regelwerk gut tun wird von Ulisses „pfadfinderisiert“ zu werden wie es ja schon mit DSA5 passiert ist. Generell denke ich das Myranor in zukunft von Ulisses wieder stiefmütterlich behandelt werden wird.

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