18 Kommentare

  1. Vielen Dank für diese Zusammenstellung. Das nochmal geballt zu sehen ist für mich nochmal ein Schlag ins Gesicht. Was natürlich nicht Deine Schuld ist.
    Was Prometheus hier gemacht hat hat mit schlechtem Stil und einer gewissen Falschplanung nichts mehr zu tun. In der Szene hält sich ja schon lange das Gerücht, dass der Verlag sein letztes Crowdfunding immer mit dem Geld des nächsten Crowdfundings finanziert, wobei Elyrion irgendwie vergessen wurde. Selbst wenn das nicht stimmen sollte, halte ich das Geschäftsgebahren für Beschiss am Kunden. Zumal es ja nicht bei Elyrion zu Verzögerungen kommt.
    Ich für meinen Teil werde, sobald ich alles in den Händen halte (sollte das tatsächlich mal geschehen) alles verkaufen oder einmotten, denn Lust auf dieses Setting kann ich nicht mehr entwickeln. Und mich bei irgendwelchen Aktionen bei Prometheus beteiligen oder auch nur etwas von ihnen kaufen, werde ich ebenfalls nicht mehr. Ich hab keinen Bock mehr darauf verschaukelt zu werden.
    Leider ist man als Kunde hier gekniffen. Es gibt keine vernünftigen Rechtsgrundlagen oder Urteile zum Crowdfunding (zumindest mir nicht bekannt), sodass der Rechtsweg eher schwierig und teuer ist.
    Viele Grüße
    Micha

  2. Schön, dass man im letzten Dezember die „Verzögerungen aufzuholen“ will. Zeitreisen sind demnach nicht nur nicht unmöglich, sondern werden anscheinend bald zu günstigem Preis verfügbar sein.

    Einmal ein ehrliches Wort, _Tut uns leid Leute, wir habens verdaddelt und brauchen noch zwei Jahre. Trotzdem schreiben wir Euch alle zwei Monate, wie weit wir sind.“ wäre mal was gewesen.

    Stattdessen diese Ziegfachen Ausreden … Unschön. Und danke fürs Zusammentragen.

  3. In der Aufzählung der Ausssagen PGs zu Elyrion fehlt noch was. Und zwar der Stand aus dem folgenden Blog-Artikel vom 23. Dezember 2016:
    http://www.traumthal.de/2016/12/23/hinter-den-kulissen-5-warum-manche-spieler-laenger-brauchen/

    Im zweiten Absatz steht zu Elyrion:
    „Die Kreativarbeit ist üblicherweise der für Fehler und Verzögerungen anfälligste Abschnitt in der Produktion und Elyrion ist das perfekte Beispiel für dieses Problemfeld. Als wir das Crowdfunding gestartet haben, sind wir fest davon ausgegangen, dass wir das Projekt schnell über die Bühne bringen können. Die existierenden Hintergrundbeschreibungen waren soweit überarbeitet, Artwork ist weitgehend vorhanden und die Regeln standen als Rohtext bereits fest. Als nach der Kampagne die Testleser – Spieler mit mehr Savage-Worlds-Erfahrung als ich sie damals hatte – das Spiel testeten, zerfetzten sie die Version förmlich. Es war nicht so, dass Regeln falsch waren (was ist das schon im Rollenspiel), sie waren nur nicht „savage“ und transportierten weder ein typisches Savage-Worlds-Gefühl, noch das Flair von Elyrion. Nach mehreren Überarbeitungsversuchen haben wir den Text dann komplett eingemottet. Je mehr ich zudem persönlich in das System einstieg und spielte, desto mehr musste ich auch erkennen, dass die Hintergrundbeschreibungen im besten Fall unpraktisch waren. Sie brachten zwar das Flair der Welt gut rüber, aber wirklich verwertbares Abenteuermaterial gaben sie nicht her. Als Savage-Worlds-Spielleiter kam mir das mehr und mehr untauglich vor und irgendwann stand ich vor der Entscheidung, ein Produkt zu veröffentlichen, hinter dem ich nicht (mehr) stehen kann und das garantiert von einigen Savages zerrissen wird, oder weitere Verzögerungen in Kauf zu nehmen. “

    In diesem Blog-Artikel wird ausdrücklich dargelegt, daß ALLE Entwicklungsarbeiten zu Elyrion somit „auf Anfang“ zurückgestellt wurden. – Welche Auswirkungen das auf den Projektstatus Stand 31. Dezember 2016 hat, ist somit nicht klar.

  4. https://www.arkanil.de/2014/05/fanfinanzierung-fuer-elyrion-uebertrifft-erwartungen/

    schreibst du ja, dass du 70€ investiert hast und auch Kickstart-Neukling bist. Würdest du das nochmal machen? Wegen solchen Sachen wie Elyrion habe ich mich immer davor gesträubt Geld zu investieren. Ich bin nicht so n Risikofreund und habe lieber was für mein Geld, also sofort…

    Also was ist dein Fazit? Immerhin was gekriegt, das GRW, Karte und CD für 70€ (stand heute) hast du ja…

  5. Ich würde mich ja freuen, wenn dieser Artikel auf der Facebook-Seite von Prometheus auftauchen würde. Ich selbst kann das leider nicht, weil ich als Kritiker des Verlags dort bereits mundtot, sprich geblockt wurde. Aber vor Prometheus kann und sollte man warnen finde ich.

  6. In diesem Artikel geht es ja nur um Elyrion. Das Aufzeigen der sehr „seltsamen“ Äußerungen des Verlags zum jeweiligen Projektstand – oder dem, was als solcher den Unterstützern glaubhaft gemacht werden sollte – gibt schon ein beeindruckendes Bild.

    Ich würde ja gerne entsprechende Aufbereitungen der Äußerungen zu Dresden Files, Runepunk, den Kompendien etc. sehen.

    Daß dieser Blog-Artikel hier lange auf der Facebook.-Seite von PG bleibt, halte ich für unwahrscheinlich. Das ist aber auch aus Verlagssicht verständlich, stellt es ja geradezu das Gegenteil von Werbung dar..

    Mir tun ja immer die jeweiligen Mitarbeiter (des Augenblicks) leid, die oft SEHR motiviert (wenn auch nicht immer ausreichend befähigt) die diversen Projekte von PG bearbeiten. Würde der Arbeitsrahmen, in dem solche Projekte abgewickelt werden, auch nur einen Hauch professioneller, tauglicher, geplanter aussehen, hätte PG vermutlich das gesamte Problem der anzuzweifelnden Lieferfähigkeit nicht.

    Man sollte auch nicht außer Acht lassen, daß PG seine Mitarbeiter und deren Engagement regelrecht „verbrennt“. Ich habe in Projekten anderer Verlage mit Mitarbeitern gearbeitet, die auch schon für PG gearbeitet hatten und seit dieser Erfahrung eine „Nie wieder PG“-Einstellung haben.

    Es sind längst nicht nur die zahlenden Kunden, die hier Leidtragende sind. Denkt bitte auch an die Mitarbeiter in solchen Projekten, die geradezu schon von der Konzeption her als Krisenprojekt aufgestellt sind. Das belastet noch vor den Kunden die eigentlichen produktiven Kräfte enorm.

  7. „Eine Fanfinanzierung deckt nicht alle Kosten (zumal, wenn man Steuern, Versand der Produkte etc. einrechnet) […]“
    http://www.prometheusgames.de/verlag/elyrion-fanfinanzierung/

    Was ich mich als absoluter Laie gerade so Frage: Sind 1000 EUR nicht ein bisschen wenig für so ein Projekt? Aber gut das wurde vermutlich irgend woanders schon tot diskutiert, Aber für mich wären 1000 EUR ungefähr: EINE Person für ca. eineinhalb Wochen und dann muss alles fertig sein und zum Druck gehen…

    Aber vermutlich bin ich hier Verlg/Rollenspiel/realwelt/fremd…

  8. Kommt sehr darauf an, was tatsächlich getan werden muß.
    Die Mitarbeit bei Rollenspielprojekte wird für Autoren, Übersetzer, Lektoren, Layouter, Illustratoren und Redakteure SEHR GERING entlohnt. Davon kann man normalerweise nicht leben.
    Das ist bei einem so kleinen Nischenmarkt wie dem Pen&Paper-Rollenspiel, wo oft – gerade bei Zusatzprodukten wie Abenteuern – nur Auflagen von 200 Stück produziert werden , ja auch keine Überraschung.

    Elyrion hätte eigentlich SEHR billig sein müssen: Die Illustrationen waren ja schon in den zwei vorangegangenen Ausgaben zum Originalsystem vorhanden. Die Weltbeschreibung, sowie Abenteuer existierten ja auch schon aus den Vorversionen. Einzig neu hätte es eine Savage-Worlds-Regel-Conversion gebraucht. Zu einem solchen simplen Setting wie Elyrion ist das etwas, das ein Savage, also jemand, der sich mit den SW-Regeln auskennt und schon mal eigene Conversions erstellt hat, eine, im höchsten Falle zwei Wochen braucht. Noch ein paar Testspielrunden (für die natürlich niemand bezahlt wird), dann steht die Funktionstauglichkeit dieser Conversion.

    Das ganze dann in eine Kapitelstruktur bringen, die üblichen SW-Settingbuchstrukturen entspricht, geht in wenigen Tagen. Alles in ein schlichtes Layout. Ab zum Druck und spätestens eine Woche darauf hat man die gedruckten Exemplare vorliegen.

    Elyrion hätte im angegebenen Zeitrahmen des Crowdfundings von Mai bis Dezember 2014 locker fertiggestellt werden können. Der Zeitaufwand ist gering und die Kosten für ein deutschsprachiges Produkt, das also nicht erst noch übersetzt werden muß, und zu dem schon Fluff-Texte und Illustrationen vorliegen, sind gering.

    Andererseits, viele aufwendigere Projekte im Rollenspielbereich werden mit ähnlich gelagertem Budget umgesetzt. 2000 Euro, 5000 Euro, das sind so übliche „Hausnummern“. – Mit Rollenspielprodukten werden die Mitarbeiter aber auch die Verlage sicher nicht reich. Dazu ist es ein viel zu kleines Nischenhobby mit insgesamt zu geringen Umsätzen und viel zu billig abgegebenen Produkten.

    Zu schade, daß die Wertschätzung durch die Kunden, die Rollenspiele, diesbezüglich auch oft enttäuschend gering ist. In so gut wie alle Rollenspielprodukte, selbst die wirklich schlechten, fließt mehr Elan, mehr Herzblut und viel, viel mehr Selbstausbeutung der einzelnen Mitwirkenden ein, als die Kundschaft anscheinend meint. – Trotzdem darf und MUSS man natürlich schlechte Produkte auch als solche kritisieren, nur ist es halt oft so, daß viel Aufwand in die optische Aufbereitung (Tolle Illustrationen!) gesteckt wird, während der noch viel größere Aufwand gerade neue Regelsystementwicklungen auszufeilen, zu testen usw. geradezu „unsichtbar“ bleibt.

    Das gesagt ist mir jedoch NICHT erklärlich, wie man an dem eh schon in zwei Ausgaben vorliegenden Elyrion-Produkt so lange und offenbar sogar für die Macher selbst so qualitativ enttäuschend „herumtun“ kann.

    Nebenbei: Was hier und in anderen „Entschuldigungsbekundungen“ immer wieder als „Grund“ für mehrmonatige Verzögerungen angegeben wird, nämlich, daß Rollenspielprodukte monatelang(!) „Im Druck“ lägen, ist vollkommener UNFUG. Drucker stehen heutzutage unter einem enorm starken Wettbewerb und geradezu Existenzkampf – nicht erst seit Print-on-Demand, sondern aufgrund der extrem billigen Konkurrenz aus dem EU-Ausland oder noch weiter weg. Daher sind Drucker IMMER blitzschnell beim Abwickeln ihrer Aufträge. – KEIN Drucker läßt Aufträge monatelang liegen! Wie denn auch? Wo soll denn bitteschön irgendwas gelagert werden?
    Entweder das Manuskript ist vom Verlag(!) druckfertig erstellt worden, dann geht das Drucken ruckzuck, ohne Wartezeit und mit zügigster Lieferung, oder DER VERLAG IST SCHULD, weil das Manuskript eben doch nicht druckfertig vorbereitet wurde.
    Aussagen zu Produkten, die monatelang als „im Druck“ vermeldet werden, sind reine „Fake-News“.

  9. Also ich möchte nochmal das letzte Argument von Zornau unterstreichen, ein guter Freund von mir ist Drucker / Buchbinder und das ist schon genauso…entweder / oder…und in diesem Fall scheinbar – Der Verlag…

  10. Vielleicht sollte man noch die ganzen Forum Beiträge der PG Leute zum Thema zusammentragen. Immer wieder (insbesondere vor neuen CF) Vertrauen erweckt und dann wenig geliefert aus meiner Sicht.

    Ich habe mittlerweile nicht mehr den Eindruck das beste Elyrion aller Zeiten zu bekommen , sondern einen dahingeschludderten Sc…ss damit man fertig wird.

    Weder gab es schon ein weiteres Kapital noch einen Ausblick auf die tolle sandbox-Kampagne …

    Ich vermute auch, dass man erstmal die grossen Sachen (Dresden Files, Symbaroun) fertig macht und irgendwann mal weiter wegen Rlyriom schaut

  11. Die ganze Informationspolitik von PG ist unterirdisch, Da wird immer wieder darauf hingewiesen, dass man sich bessern möchte – aber es ändert sich nichts. Richtig heftig finde ich, dass immer dann, wenn gerade eine neue Fanfinanzierung läuft, relativ schnell und viel (beispielsweise auf Facebook) geschrieben wird. Ist das Geld aber erstmal im Sack, herrscht Ruhe. Der Eindruck, dass hier vorangegangene Fehlkalkulationen mit neuen Fanfinanzierungen ausgeglichen werden, ist absolut nicht von der Hand zu weisen. Das Ganze hat etwas von Überschuldeten Leuten, die alte Kredite mit immer neuen Krediten ablösen und so immer mehr in die Schuldenspirale geraten. Allen Fans, die Geld in PG-Crowdfundings gesteckt haben, wünsche ich, dass sie am Ende doch noch den entsprechenden Gegenwert in den Händen halten können – daran glauben tue ich jedoch nicht mehr. Meine Prognose: PG wird irgendwann Pleite gehen und alle Fans schauen in die Röhre.

  12. Die Lage hat sich mittlerweile etwas zugespitzt, nachdem PG jetzt die Kommentarfunktion zu News auf ihrer Homepage geschlossen hat und nun im Forum offizielle Rücktrittsersuche vom Crowdfunding laut werden. Auch die Facebookseite von PG erhält mehr und mehr wütende Kommentare – eine Klärung oder offizielle Reaktion zu den laut PG vorherrschenden „Vermutungen“ und „Unterstellungen“ bleibt aus. Würde mich nicht wundern, wenn die FB-Seite, sowie das Forum auch bald geschlossen werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert