18 Kommentare

  1. Dein erster Versuch ist auf jeden Fall eine gute Grundlage. Man hat alle wichtigen Infos strukturiert aufgeführt, so dass man sich nicht lange durch den Text wühlen muss und – wenn das für alle Stadtviertel so gemacht wird – ein immer gleiches Suchmuster zu beachten. Das ist übersichtlich und eine gut nutzbare Spielhilfe – auch für den Meister.

    Aber die Probleme fangen an, wenn es beispielsweise an die Personen geht. Die Geweihten des Kor führe ich im oder nach dem Text des Kor-Tempels auf. Oder stelle ich sie mit den anderen wichtigen Figuren des Viertels gemeinsam ans Ende dieses Kapitels?

    Der Herrscher der Stadt lebt in seinem Palast. Führe ich ihn dort mitsamt seiner Familie auf oder stelle ich ihn – da er die wichtigste Person der Stadt ist – in einem Extrakapitel auf. Gemeinsam mit den anderen wichtigen Führern, Geweihten und Unterweltgrößen? Gehören dort vielleicht auch die Kortypen von gerade hin?

    Struktur ist schön und wichtig, aber nicht einfach umzusetzen.

    1. Der Teufel liegt natürlich im Detail. Das stimmt schon. So eine Struktur für ein ganzes Buch auszudenken, ist auf jeden Fall Arbeit. Aber machbar sollte es schon sein

  2. Die Beschreibungen des Stadtviertels (und der Stadt) als Vorlesetext zu verwenden halte ich für eine WIRKLICH gute Idee! Am besten in Kästen „Zum Vorlesen oder Nacherzählen“ wie in Abenteuern. Dann hätten die Bände den Titel „Spielhilfe“ auch verdient. 🙂

    Was die Strukturierung angeht: Zwischenüberschriften, Tabellen und Kartenausschnitte könnten die Übersicht tatsächlich deutlich verbessern denke ich. @miro: Ob jetzt die Personen bei den Gebäuden stehen oder in einer Übersicht am Ende ist da zweitrangig, finde ich – Hauptsache strukturierter. 😉

    Der Nachteil im gewählten Beispiel ist wohl, dass deutlich weniger Text auf eine Seite passt (da ja mehr Absätze, Karte, Graphiken und Tabellen mehr Platz kosten). Dieser Nachteil würde allerdings durch die erhöhte Übersichtlichkeit mMn wieder ausgeglichen. Es kommt hier nicht auf die Quantität der Information an, sondern auf die leichte Abrufbarkeit derselben.

    An der Stelle möchte ich noch eine weitere Idee ins Feld führen: Um zum Beispiel Kapitel in DSA-Büchern (auch in Abenteuern) schneller finden zu können, wäre eine Aufnahme des Titels in die Kopf- oder Fußzeile eine praktische Sache. Wieviel Zeit habe ich schon damit verbracht hektisch durch ein Buch zu blättern, während meine Spieler gewartet haben…

    1. Ja. Die Bücher würden dadurch dicker und teurer. Aber ich wäre bereit einen höheren Preis zu zahlen.

      Das mit den Überschriften ist eine sehr gute Idee. Ich hab die gleichen Erfahrungen gemacht.

  3. „An der Stelle möchte ich noch eine weitere Idee ins Feld führen: Um zum Beispiel Kapitel in DSA-Büchern (auch in Abenteuern) schneller finden zu können, wäre eine Aufnahme des Titels in die Kopf- oder Fußzeile eine praktische Sache.“

    Nur, dass das sackenhässlich ist. 😉

    Ansonsten mal wieder ein schöner Artikel nach einer zwischenzeitlichen längeren Flaute.

    1. Tja, möchte man ein „schönes“ Buch oder eines, welches beim meistern hilft? Ich bin aber auch nicht der Meinung, dass eine (zusätzliche) Überschrift hässlich wäre. Kommt drauf an, wie man es anstellt. Es könnte auch hilfreich, übersichtlich und schön sein, auch wenn das wieder drei Wünsche auf einmal wären. 😉

      Man könnte auch die äußeren Seiten mit Stichworten anreichern. Schwierig zu beschreiben, was ich meine: Wenn man also eine Buch aufgeschlagen hat, gaaanz linke und rechts am Rand. Wenn man dort Stichworte anbringt, kann man beim blättern gleich an der richtigen Stelle anhalten.

      1. An der Seite eine Orientierungshilfe (wie bereits im Basis-HC umgesetzt) wäre wirklich prima. Ob man da jetzt Stichworte (die teilweise sehr lang sein können) an den Rand schreibt, oder kleine, aussagekräftige Grafiken oder eine Kombination von Bild und Text ist ja egal. Es würde die Übersicht definitiv verbessern und kann dabei sogar optisch reizvoll sein.

    2. Dass man die Überschriften noch einmal zwecks Übersicht unterbringen kann, so dass das Werk am Ende fast noch gewinnt, macht zB Trail of Cthulhu vor. Es geht also.
      Und davon abgesehen mag ich das Argument, derlei sei hässlich, nicht gelten lassen. Ich will damit spielen. Ich benötige Übersicht und schnellen Zugriff. Meine Spieler danken es mir nicht, wenn ich – verzückt dreinblickend – unnötig lange nachschlage. Spielhilfen sind schlicht und ergreifend Spielmaterial.

    3. Da spricht der fast-nur-Leser und kaum Spieler, der die Bücher wirklich eher Genussmittel bei einem Glas Wein genießen möchte. 😉
      Rollenspielbücher sind Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände. Schön muss der Kram nicht sein, sondern benutzbar.

  4. Ich mag deinen Vorschlag sehr gern! Erscheint mir sinnvoll. Vielleicht kann man das ja für DSA5 spätestens umsetzen 😉

  5. Ich brauche die Regionalspielhilfen zwar ausschließlich VOR dem Spielabend, dennoch möchte ich auch beim Vorbereiten gerne weniger blättern, aber da finde ich es nicht so schlimm.
    Die Beschreibungen als Vorlesetexte einzusetzen finde ich genial! Das sollte man unbedingt umsetzen! Vielleicht findet sich jemand, der das mal für einen Band durchexerziert?

  6. Ich kann mit Vorlesetexten insgesamt nicht so viel anfangen, viel zu oft muss man sie doch ändern, weil der Verlauf des Abenteuers die Ausgangssituation der Szene völlig verändert hat. Dazu kommt noch, dass die meisten Texte in den Regionalbeschreibungungen zu lang und…undicht sind, es also gefühlte Ewigkeiten dauert, bis die SCs mit ihrer Umwelt agieren können. Dann doch lieber selbst beschreiben und dabei gleich auf Fragen und Ideen der Spieler sowie auf die SCs eingehen.

    Das Beispiel sieht auf jeden Fall übersichtlicher aus, wenn man das jetzt noch schön setzen könnte, wär’s prima.

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