6 Kommentare

  1. Kennt jemand eigentlich noch anderweitige Stellen, wo Tips für Spieler (also NICH für SL) zusammegetragen worden sind? Ob gute oder nicht sei dabei nebensächlich.

  2. „Your character is part of the story; this is not your character’s story.“

    Geschmackssache. Und gerade für Settings wie DSA, in denen Charaktere Teil einer Welt sind, deren Verhaltensweisen sogar regeltechnisch gefaßt sind, kritisch zu sehen. (Rondra-Geweihte nutzt Gifte? Praios-Geweihter hilft einem Paktierer?)

    Wenn der Meister gut meistert und die Gruppe gut zusammenarbeitet, dürfte es einen harten Konflikt zwischen Story und Charakter nicht geben. Trotzdem mag ich kein Rollenspiel, bei dem mein Charakter bloß ein Bauer auf dem Schachbrett des Meisters ist, gar nicht.

  3. Ich finde die Idee hinter den Tipps gut. Ich bin mir auch sicher, dass sie vielen Leuten weiterhelfen können, die noch am Anfang des Rollenspielerlebens stehen.
    Ich habe aber meine Probleme mit einigen Punkten. Zusammengefasst läuft es wohl darauf hinau, dass die Tipps einiges voraussetzen, das in der Realität nicht unbedingt häufig ist.
    A) Die Gruppe kennt sich, versteht einander und schätzt sich gegenseitig in gleichem Maße. Auch wenn sicher aus vielen Runden Freundschaften erwachsen, heißt das noch nicht, dass harte Konflikte ausbleiben, wenn „alle nett zueinander sind“.
    B) Es gibt eine grundsätzliche Übereinstimmung zwischen Gamemaster und allen anderen, was die jeweiligen Rollen beinhalten. Das scheint einfach stattzufinden oder irgendwoher zu kommen, ohne dass es besprochen werden muss.

    Und zu Punkt eins eine ganz konkrete Kritik:
    „If you keep finding yourself pushed to the back of scenes and twiddling your thumbs – why is such a boring character hanging around with the sort of people that Get Shit Done?“
    Das macht für D&D echt viel Sinn. Bei DSA hieße es aber, konsequent umgesetzt, dass die Hälfte aller Magie-Akademien, zwei Drittel aller Professionen und gut drei Viertel aller Zauber weggeschmissen werden könnten. Zuckerbäckers? Elfisch angehauchte wir-wollen-die-Welt-verstehen-und-heilen-Magies? Zauber, die kleine Lichtwolken herumtanzen lassen?
    Und um es praktisch an den Spieltisch zu tragen: Könnte so ein Erlebnis vielleicht auch damit zusammenhängen, dass es extrem aktive Leute am Tisch gibt, die anderen einfach alle Zeit wegnehmen? Die auch noch Lieblinge der meisternden Person sind?

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