31 Kommentare

    1. Splittermond ist nicht High-Fantasy, sondern DSA Low-Fantasy 😉

      Ich war mal Gast einer DSA-Runde in der ein Spieler vor Glück ausgerastet ist als er einen Ring mit +1 auf irgendwas bekam ^^

    2. Da es ständig Diskussion gibt, ob DSA nun High- oder Low-Fantasy ist, dürften diese Kategorien beim Vergleich zw. Splittermond und DSA nur eine untergeordnete Rolle spielen.

    3. Naja. DSA gibt einem, derzeit, ja viele Möglichkeiten. Unter anderem auch die, es als High Fantasy Spiel zu spielen. Das tut natürlich bei weitem nicht jeder, aber möglich ist es.

      Da ich mit den derzeitigen DSA Regeln so weit zufrieden bin, dass ich keinen Anreiz verspüre mich auf neue Regelexperimente für das Setting Aventurien ein zu lassen bleibt mir also etwas Zaster übrig, den ich durchaus in ein Exemplar von Splittermond stecken könnte (oder jedes andere neue Produkt, dass in dem Zeitraum erscheint). Denn, wenn Neu, dann richtig Neu.

  1. Ich könnte mir auch vorstellen das Splittermond für viele DSA Spieler als Zweitsystem interessant ist. Ich werde mir zumindest das Grundregelwerk zu legen. Und dann mal sehen. Von DSA komplett zu wechseln kommt aber für mich keinesfalls in Frage!

  2. DSA ist low fantasy? Fliegende Festung, Dämonenarchen, Wunder, gefühlte 50 Magierakademien, Drachen, Greifen, Zombies, Geweihte etc. would disagree.
    Myranor ist teils high fantasy, Aventurien eher Standardfantasy.

    1. Die Unterscheidung zwischen Low- und High-Fantasy ist imho oft verwirrend und die Abgrenzung eher fließend als klar deutlich.
      Daher schlage ich vor, sich zu verdeutlichen, was kontinental so unter Fantasy verstanden wird.
      Es ist nämlich ein fundamentaler Unterschied, was ein Amerikaner, ein Asiate und ein Europäer unter Fantasy verstehen. In „World of Warcraft“ regten sich deshalb so viele über Pandaren auf, weil das Spiel ein für amerikanische Verhältnisse typische Fantasy beinhaltet und dann mit Elementen aus dem asiatischen Raum gefüttert wird.
      Ich stelle auch die These auf, dass ein europäischer Rollenspieler eher den Unterschied zwischen Einhorn und Pegasus kennt. Ich finde es immer wieder befremdlich, wenn aus dem amerikanischen Raum ein geflügeltes Einhorn auftaucht, das als Pegasus bezeichnet wird.
      Wenn man das als Maßstab nimmt, dann wird DSA seinem Spitznamen „Deutsches Schwarzes Auge“ gerecht und wird vielleicht geringfügig in England aber garantiert außerhalb Europas niemals Umsatz generieren.
      Da die Geschmäcker sich auch mit der Zeit weiterentwickeln und wir alle (auch die Autoren) mit guten Produkten aus Übersee konfrontiert werden, ist völlig normal, wenn sich diese Welten annähern. Myranor ist da ein älteres Beispiel, die „Das Jahr des Feuers“ – Kampagne ein dazu relativ jüngeres.

      1. Gut gebrüllt! Ich bin langsam etwas enttäuscht von den vielen Spielern, die nur möglichst ausschließlich konservative, mitteleuropäisch-vertraute Standardkost haben wollen.
        Okay, das hat seine Berechtigung, aber guckt doch ruhig mal öfter über den Horizont. Bei aller Liebe war mir Aventurien mit all seinen Macken und der Beschränktheit doch irgendwann zu wenig.

        1. D&D hat bei uns einige wenige Spieleabende durchgehalten. Dann hatte schon keiner mehr Bock sich in teils aberwitzige Rassenkombinationen reinzudenken. Das Rollenspiel als glaubwürdiges ausspielen einer Rolle war uns allen dort absolut unmöglich.

          Wir spielen sogar noch weit bodenständiger als DSA-klassich und beschränken uns aktuell vollkommen auf die Region der Grauen Berge in Thorwal… Uns fehlt da nichts.

      2. Schon mal das amerikanische Hârnmaster angeschnuppert? Die Hintergrundwelt ist eine gute Schippe bodenständiger und ‚europäischer‘ als DSA und das Regelwerk teils frappierend ähnlich (trotz teils 3W6 bzw. 1W100 statt 1W20).

        Das verkauft sich ‚drüben‘ auch ganz gut. Wenn auch nicht so gut wie D&D…

  3. Kurzer Senf von mir zum Thema High-Low-X-Fantasy.

    Die Einordnung muss mangels objektiver Kriterien halt subjektiv ausfallen. Ich spiele schon seit über 20 Jahren DSA und kann nur sagen: DSA ist aus Spielersicht Lowpower-Fantasy, die große Power (Exrem: Fliegende Festungen) liegt nur in der Hand und der Möglichkeit der ganz mächtigen und insbesondere skrupellosen (regelmäßig „bösen“). Meine Einstufung deswegen Lowpower-Fantasy. Splittermond ist nach dem bisher zugänglichem Material etwas gemäßigter (d.h. auch die Mächtigen scheinen mit den Regeln zu arbeiten.. 🙂 ), aber das ist noch zu beweisen. Das Powerlevel der Magie ist aber bei beiden ähnlich, wobei ich durch die Fokusregeln in SpliMo hier einen leichten Vorteil sehe, da Magieanwender „öfter“ bis „ständig“ zaubern können.

  4. Einfaches und schlankes Regelsystem?

    Das Tik-System ist für mich als Spielleiter der absolute Alptraum. In der Regel bin ich mit meinem Zug als Spielleiter deutlich schneller als jeder einzelne Spieler – Ich kann Werte/Gegner/etc „poolen“, Modifikatoren usw. auch bei 10 Gegnern leicht nachhalten und bin meist schnell mit den Kämpfen durch ohne dass eine überbordende Chance besteht, dass die Helden das zeitliche segnen.

    Ohne visuelle Marker und Battlemap komme ich bei Splittermond durcheinander…

    Spannend wird es für mich eher wenig, denn auf der lokalen Ebene werden sich die Leute entscheiden müssen, was sie spielen möchten und so gerade in der nur schwach ausgeprägten Jungspielerszene die Leute für Gruppen ausbleiben… – Es ist schon mit nur einem Spielsystem schwer genug ausreichend Leute für eine feste Runde zu finden.

    1. Nun die Visualisierung ist keine entfernte Möglichkeit mit hohem Aufwand in Splittermond sondern mindestens bei der Initiative der Standard.
      Ich war bei den Testrunden davon bisher sehr angetan und merkte, dass auch dank der Abwicklung der Proben die Kämpfe deutlich flüssiger ablaufen als bei DSA4.
      Daher halte ich im Moment das Beta-Splittermond für einen besseren Einstieg in die Pen&Paper Welt als DSA.

  5. Interessantes Rennen, das wir da 2014 vor uns haben. Mir kommen neben der strategischen Ausrichtung auch Bilder aus dem politischen Wahlkampf in den Kopf.

    DSA ist eine alteingesessene Volkspartei, die den Spieler „von der Wiege bis zur Bahre“ begleitet. Es gibt eine sehr große Masse an Stammwählern (Stammspielern), die nicht von DSA weggehen werden. Ob sie zur v5.0 schwenken oder bei v4.1 bleiben, sei mal dahingestellt. Sie bleiben jedenfalls bei ihrer Wahl, weil sie erst gar keine Alternative suchen.

    Splittermond ist in diesem Bild eine ganz junge Partei, die noch keine Stammwählerschaft hat (weil sie sich noch nie zur Wahl gestellt hat), aber schon verhältnismäßig viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit genießt. Als Junge Partei kann sie aus drei Potenzialen schöpfen: Nichtwähler, Wechselwähler und Erstwähler. (Hier kommt der Vergleich zur Politik an seine Grenzen, natürlich gibt es auch Mehrfach-Kunden.)

    Die Kernfrage lautet in meinen Augen, wie viele Wechselwähler es geben könnte. Und da sind die Chancen für Splittermond in meinen Augen gerade gestiegen. Warum? Ich vermute, dass sich bei einem Regel-Update auf DSA5 mehr DSA-Spieler nach Alternativen umsehen werden also wenn alles beim Alten bliebe. Ich übertreibe kurz: „Wie bitte? Alles noch mal lernen? Alle Bände noch mal kaufen? Mir reicht’s, jetzt wechsele ich zu einem einfacheren System!“

    Aber bis wir die Ergebnisse dieses Rennens diskutieren können, wird noch ein gutes Jahr vergehen. Mindestens! (Oder glaubt jemand an den sportlichen Plan von DSA5?)

    1. Bei diesem Rennen denke ich, dass effektiv nur 2 Möglichkeiten gibt: Entweder wir werden auf Spiel 2014 einen fehl gegangenen Schnellschuss von DSA5 erleben oder Ulisses verschiebt die Veröffentlichung auf 2015.

    2. Danke maggus! Sehr schöner Vergleich. Wobei für die Mehrfach-Kunden noch die Zweitstimme als Vergleich vorhanden ist. 🙂

      Mich interessiert auch DSA5, aber mit meinen 35 Lenzen überlege ich mir auch, ob es so gut (für mich) wird, dass ich mir nochmal alles kaufe. Verfolgt wird trotzdem. Und wie erwähnt geht ja auch 1. Stimme SpliMo „für frische Würfel“ und 2. Stimme DSAX “ Et hätt noch emmer joot jejange“. Hauptsache kein: Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet.

  6. Ach, High und Low Fantasy … Horcht mal hier rein: http://www.aceofdice.com/podcast/?p=94

    Splittermond hat sicher den Vorteil, dass es wohl vor DSA5 rauskommen wird, nachdem da erst einmal Meinungen gesammelt werden, dann die Beta beginnt etc.. Für Einsteiger wird beides nichts sein.

    Mein Gefühl ist leider, dass weder in dem einen noch in dem anderen Produkt sehr viel Wille zur Innovation drin steckt. Aber ich bin ja nicht das Zielpublikum, weil mich das klassische Fantasyrollenspiel seit Jahren langweilt und ich es nicht mehr spiele.

  7. Ich gehe davon aus, dass sich beide Systeme kannibalisieren werden. Leider. Das liegt daran, dass der deutsche Markt zu klein ist. Haben hier auch schon andere gesagt. Die Berichterstattung hat ja bereits gezeigt, dass es in den Produktionslinien zu Verzögerungen kommt.

    1. Die Annahme das sich DSA5 und SpliMo gegenseitig aufgrund eines zu kleinen marktes hier in Deutschland kannibalisieren werden, halte ich für sehr weit hergeholt. Erstens ist der deutsche markt einer der weltgrössten in sachen Rollenspiel, und zweitens würde ein kannibalisieren voraussetzen das beide Rollenspiele auf ein und die selbe Zielgruppe abzielen, was meiner Meinung nach, aufgrund von sehr unterschiedlichen settings und Regelsystemen überhaupt nicht der Fall ist.

  8. Für mich als DSA-Anfänger gilt: DSA entrümpeln, entstauben, verschlanken (ich meine die Regeln!).

    Als Neuling dachte ich zuerst: DSA: Cool! Ein schönes Grundregelwerk…aber dann WdH, WdS, WdM, Aventurisches Arsenal, Geografica Aventurica, Liber Cantiones… Hmmm… (vielleicht habe ich den ein oderen Band vergessen 😉 )

    WENN die bei Ulisses es schaffen würden, EIN Grundregelwerk zu schreiben… und der Rest wären alles Erweiterungen, die wirklich optional sind… okay… Mal schauen, ob die das hinkriegen (und wollen).

    Gegenbeispiel: Ein komplexes RPG-System wie „Shadowrun“ schafft es EIN Grundregelwerk zu haben – und funktioniert!!! Sachen gibts…

    Auf „Splittermond“ bin ich jedenfalls gespannt; Konkurrenz belebt das Geschäft, wie man so schön sagt.

    Ich hatte jedenfalls jahrelang meine liebe Mühe mit DSA-Regeln – und bin um jede (gute!) Alternative froh.
    Als Neuling bin ich aber im Gegensatz zu anderen hier aber auch eine ganz andere Zielgruppe.

  9. Also Shadowrun machte es bisher nicht besser.
    Ohne Runner Kompendium war der Bausatz zum Charakterbau unvollständnig (WdH). Ohne Biotech und Arsenal hatte man kaum Ausrüstung und keine Manöver für den waffenlosen Nahkampf zur Verfügung (WdS, AA). Ohne Schattenmagie hat man nur einen sehr eingeschränkten Spruchkanon und kaum eine Ahnung, wie das mit der Initiierung klappen soll (WdZ, LC).
    Also da sehe ich keinen Unterschied. Regel- und Ausrüstungserweiterungen sind aber grundsätzlich auch Okay, da ich ebenfalls kein 1.200 Seiten Grundregelwerk will.
    Das was ich auf keinen Fall will, sind Dinge wie bei früher bei Rolemaster, wo man neben dem Grundregelwerk ein Dutzend durchnummerierte Erweiterungen hat und dann selbst wissen muss, welche Updates in welchem drin sind, da alle ein bißchen von allem enthalten (ein paar Zauber, ein paar Archetypen, ein paar Fertigkeiten …)

    1. Salü Björn

      Okay, Punkt für dich: SR und DSA sind sich nicht ganz unähnlich…

      Aber:
      Bei SR hatte ich aber das Gefühl, mit dem GRW (Grundregelwerk) alles Wichtige beisammen zu haben – zumindest für die ersten paar Spiele als Anfänger. Ich habe wenige Rassen (Mensch, Elf, Zwerg, Troll) und im Runner’s Compendium dann eben optionale Zusätze (Unter-Rassen etc.).

      Bei DSA hätte ich den Horasier beispielsweise viel lieber im GRW gehabt als im WdH. Als Anfänger kennt man Mantel-&-Degen-Abenteuer aus Film und Fernsehen, da kann man sich leicht in den Chara einleben.

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