Allen Arkanil-Besuchern wünsche ich ein paar schöne Feiertag. Entspannt Euch, genießt die Zeit und –…
Monat: Dezember 2012
Konflikte, Gewalt und Zerstörung sind beständiger Teil der aventurischen Geschichte. Längere Friedenszeiten waren die Ausnahme,…
Das DSA-Regelwerk hat auch gute Seiten. Die 3W20-Talentprobe zum Beispiel. Die Idee hinter diesem Regelmechanismus fand ich immer überzeugend. Ich mag es, wenn nicht nur der Talentwert über das Gelingen einer Probe entscheidet, sondern auch der Wert von Eigenschaften eine Rolle spielt. Das DSA-Konzept, auf drei Eigenschaften zu würfeln, verhindert zudem unausgewogene Abhängigkeiten zwischen Eigenschaften und Talenten.
Allerdings ist die 3W20-Probe nicht unumstritten, sondern häufig Gegenstand von Diskussionen. Die aktuellen DSA-Umfrage von Ulisses greift diese Diskussionen auf und fragt die Teilnehmer ausdrücklich danach, ob sie Proben lieber mit 3W20 oder 1W20 würfeln. Doch was ist der Grund für diese Diskussionen? Warum wird die 3W20-Probe in der DSA-Umfrage zur Disposition gestellt?
Nur wenige DSA-Romane sind wirklich gut. Macht von Michelle Schwefel gehört dazu. Der erste Teil der „Answin von Rabenmund“-Reihe liegt im DSA4-Forum auf Platz 3 der am besten bewerteten Romane. Direkt dahinter folgt der Nachfolgeband Verrat. Die Romanreihe um den langjährigen Weggefährte Kaiser Retos, der sich nach dem Verschwinden Kaiser Hals selbst zum Kaiser krönen ließ, sollte ursprünglich aus vier Romanen bestehen. Im April 2012 verkündete Ulisses jedoch die Einstellung der Reihe.
Die Entscheidung sorgte für Enttäuschung unter Roman-Lesern. Eine Leserin, die sich mit dem Ende nicht abfinden wollte, initiierte Mitte Juni auf openPetition.de eine Petition für die Fortsetzung der Roman-Reihe. Innerhalb von knapp zwei Wochen zeichneten 100 Unterstützer die Petition. Heute, rund ein halbes Jahr später, liegt die Zahl der Unterstützer bei 118. Viel ist in den vergangenen Monaten also nicht passiert. In acht Tage endet die Zeichnungsfrist. Es ist die letzte Chance für Fans der Reihe, ihren Wunsch nach neuen Answin-Romanen auf diese Weise zu äußern. Doch selbst wenn die Zahl der Unterstützer noch deutlich ansteigen sollte, ist es unwahrscheinlich, dass die Reihe forgesetzt wird.
Schafft schon mal Platz in eurem DSA-Bücherregal. Am 13. Dezember erscheint die neue Settingbox Gareth – Kaiserstadt des Mittelreichs. Stolze 60 Euro wird der Kasten kosten – mit drei Büchern, einem Heft und einer großformatigen Stadtkarte aber auch prall gefüllt sein. Sebastian Schoo, besser bekannt als Beilunker Reiter Zwart, hat die Box als einer der Ersten erhalten und stellt sie in seinem Videoblog vor.
Wer also schon vor Donnerstag einen ersten Eindruck vom Inhalt der Garethbox bekommen möchte, dem sei ein Besuch auf Zwarts Blog empfohlen. Aufgrund der Fülle an Material ist Zwart bislang nur zu zwei Videos gekommen. Der erste Teil ist ein typisches Unboxing – als ein Öffnen der Box und eine Präsentation des Inhalts. Im zweiten Video blättert er durch das Buch Goldene Dächer, Düstere Gassen, der Beschreibung der Stadtviertel und einzelner Gebäude Gareths. Bis zum offiziellen Erscheinen der Box möchte Zwart noch ein Video der Personenbeschreibung Im Herzen der Metropole und eines des Abenteuerbandes nachliefern.
Als DSA-geschädigter Rollenspieler nähere ich mich einem mir bislang unbekannten Rollenspiel immer auf eine Weise: Als Erstes schaue ich mir die Liste der verfügbaren Produkte an. Entscheidend ist die richtige Länge. Ist die Liste zu kurz, gibt es offenbar so wenig Spielmaterial, dass ich mir als Spielleiter ständig eigene Dinge ausdenken muss. Das ist mir zu anstrengend. Ist die Liste hingegen zu lang, gibt es so viel Spielmaterial, dass ich mich erst zeitraubend durch diese unübersichtliche Materialmasse arbeiten muss. Das ist mir auch zu anstrengend.
Für mein Güldenland-Projekt – meiner Annäherung an die myranische Spielwelt – hatte ich bislang nur einen flüchtigen Blick auf die Liste der verfügbaren Produkte geworfen. Gestern nun ist mit Sumublüten der 17. Abenteuerband für Myranor erschienen. Das ist Anlass genug, mein bisheriges Versäumnis nachzuholen und mir genauer anzuschauen, welche Bücher für Myranor erhältlich sind.
Voraussichtlich im August erscheint der neue DSA-Quellenband Die reisende Kaiserin von Jens Ullrich. Das Buch wird Einblicke in den Aufbau von Rohajas reisenden Kaiserhof geben, verschiedene Pfalzen und die wichtigsten Ämter vorstellen und Abenteuerideen zur Umsetzung am Spieltisch geben. Detaillierte Informationen über den Inhalt gibt es in einem Bericht auf Nandurion. Meine erste Reaktion auf diesen Band war: Boah, wie überflüssig.
Die reisende Kaiserin erscheint auf den ersten Blick wie ein typischer Band aus der blauen Reihe. Die meisten dieser Bücher sind zwar interessant zu lesen, besitzen aber nur einen geringen Spielnutzen. Wofür sollte ich mir beispielsweise Bücher mit ausführlichen Beschreibungen aller Magierakademien kaufen? Weil vielleicht mal irgendwann irgendeine (und immer nur eine) Akademie in irgendeinem Abenteuer oder für irgendeinen Helden eine Rolle spielen könnte? Für 30 Euro ist mir das zu viel Konjunktiv. Die reisende Kaiserin scheint einen ähnlichen Nischennutzen zu stiften. Doch das täuscht.
Ulisses veröffentlichte heute die komplette Übersicht der für 2013 geplanten DSA-Produkte. Über das gesamte Jahr hinweg werden insgesamt 20 neue Bücher erscheinen – von Abenteuer über Quellenbände bis hin zu einem Regelbuch ist alles dabei. Die meisten der Publikationen werden Abenteuer sein. Zehn neue Abenteuerbände sind angekündigt – elf sogar, wenn der Kampagnenband für das Miniaturenspiel Schicksalspfade mitgezählt wird.
Über mangelnden Nachschub an neuen Büchern können sich DSA-Spieler also auch 2013 nicht beschwerden. Aber das war ohnehin noch nie das Problem von DSA. Ganz im Gegenteil, das Problem war bislang eher der Überfluss an neuen Büchern – vor allem an Büchern von (gelegentlich) fragwürdiger Qualität oder (häufiger) fragwürdigem Spielnutzen. Auch das Jahr 2013 dürfte das ein oder andere DSA-Buch bringen, über das ich nur den Kopf schütteln werde.
Das Güldenland-Projekt erklimmt die nächste Stufe. Meine Annäherung an diese ferne Spielwelt, die irgendwie auch DSA sein will, führt mich heute auf den Wegen nach Myranor. Bereits für meine vorherige Projekt-Etappe hatte ich mich durch dieses Regelbuch geblättert. Doch weiter als 50 Seiten bin ich bei der ersten Betrachtung nicht gekommen. Zu sehr wurde meine Aufmerksamkeit von der größten Merkwürdigkeit der Spielfeld gefesselt: All die abgedrehten Spezies, die auf, über und in Myranor laufen, fliegen und schwimmen.
Nachdem ich diesen ersten Schock überwunden diesen interessanten Aspekt ausführlich betrachtet habe, soll nun der Rest des Buches begutachtet werden. Schon jetzt sei verraten: Wege nach Myranor (WnM) widerlegt eindrucksvoll meine These, nach der Myranor kein DSA sei. Vielmehr ist WnM ist so typisches DSA-Buch, wie es nur typisch sein kann, und ganz eng mit Wege der Helden verwandt. Was nicht immer gut sein muss. Doch der Reihe nach…
