spielemesseNoch fünf Tage bis zur Spielemesse. Mittlerweile mache ich mir bereits Gedanken, wie ich die wahrscheinlichen Neuerwerbungen in meinem Spieleregal unterbringe. Viel passt dort nämlich nicht mehr rein. Aber vielleicht brauche ich auch gar nicht so viel Platz.

Der Uhrwerk Verlag, das hatte ich zu Beginn meiner Suche nach Messe-Neuheiten festgestellt, hat zwar eine ganze Reihe frischer und interessanter Bücher im Gepäck. Ulisses Spiele hingegen wird auf der Messe in Essen offenbar wenige bis gar keine DSA-Neuheiten präsentieren. Ein wenig überrascht hat mich das schon.

Der Messeveranstalter, das sei an dieser Stelle kurz erwähnt, veröffentlicht jedes Jahr eine offizielle Liste aller Messe-Neuheiten. Die ist leider nicht sehr aufschlussreich. Neu heißt in diesem Zusammenhang meist nur: Was ist seit der vergangenen Messe erschienen? Und so findet sich auf dieser Liste auch der DSA-Band „Die Reisende Kaiserin“. Erscheinungsdatum: November 2013.

Informationen über die echten Messe-Neuheiten muss man sich also an anderer Stelle suche. Und da zeigt sich eben: Ulisses Spiele hat wenig Neues dabei.

Überhaupt scheint die Spielemesse bei Ulisses (bislang) kein Thema zu sein. Während im vergangenen Jahr zu diesem Zeitpunkt schon eine Ankündigung samt Programmplan auf der Ulisses-Homepage zu lesen war, gibt es für die diesjährige Messe noch keine Informationen. Aber vielleicht kommt das noch.

Der dritte Meisterpersonenband

news-Soeldner_Skalden_Steppenelfen_Cover_0c5d_cDie einzige DSA-Neuheit, die Ulisses auf der Messe wohl präsentieren wird, ist – man möge mir das harsche Urteil verzeihen – völlig überflüssig: es ist der dritte Meisterpersonenband „Söldner, Skalden, Steppenelfen„. Bereits der Sinn der ersten beiden Bände hat sich mir nicht erschlossen. Diese Bücher sind voller Belanglosigkeit ohne Inspirationen und haben kaum noch etwas mit Rollenspiel zu tun.

Offensichtlich aber gibt es genug Menschen, die sich diese Bücher kaufen. Ich erkläre mir das so: Als Bild- und Lesebände haben sie wohl einen gewissen Reiz. Wenn das so sein sollte, dann sortiere ich die Meisterpersonenbände künftig einfach in die Reihe der DSA-Romane ein, wo ich sie gut ignorieren kann.

Abenteuer und Geschichtsbuch

Ein weiteres DSA-Produkt, das so gerade noch als Messeneuheit durchgeht, ist das Gruppenabenteuer „Träume vom Tod„. Erschienen ist der fünfte Teil der Splitterdämmerung bereits Mitte September, doch das ist noch neu genug. Ansonsten nämlich ist es um DSA-Neuheiten zur Messe eher mau bestellt.

Vielleicht, und das ist meine große Hoffnung, erscheint zur Messe die „Historia Aventurica„. Der aventurische Geschichtsband ist zumindest für Oktober angekündigt und endlich wieder ein DSA-Produkt, auf das ich mit Vorfreude blicke. 336 Seiten, 50 Euro und ein interessanter Klappentext:

„Viele Geheimnisse der vergangenen Zeitalter werden hier erstmals gelüftet, viele Geschehnisse der jüngeren Zeit erstmals miteinander verknüpft und durch übersichtliche Zeitleisten in ein anschauliches Verhältnis zueinander gesetzt.“

8 Kommentare zu “Countdown zur Spielemesse: DSA-Neuheiten von Ulisses

  1. Das kann ich nur unterschreiben.
    Das zeigt auch das Problem, was DSA hat, es wird viel Mist produziert, der unbrauchbar ist, und damit wird die Qualität für alle Produkte gesenkt (weil man ja nicht mehr Leute nutzt)

    Als Sammler kauf ich es trotzdem, und wird (wie der Vorgänger) ungelesen in die Sammlung aufgenommen.
    Denn sowas zu lesen kann ich mir zeitlich nicht leisten

  2. Woher soll der Verlag wissen, ob gekaufte Produkte auch genutzt werden? Wenn es sich verkauft, wird es hergestellt. Ulisses muss auch wirtschaflich arbeiten. Außerdem denke ich, dass DSA 5 die Redaktion zur Zeit genug beschäftigt.

  3. Also ich sehe auf der potentiellen Neuheitenliste noch „Anno Bosparans Fall“ (http://www.f-shop.de/wuerfel-und-zubehoer/das-schwarze-auge-aventurien/zubehoer/61990/anno-bosparans-fall-kartenspiel), das „Anno Domini“ zum DSA. Das zum Geschichtsbuch passt und für mich ein ähnliches Guilty Pleasure ist.

    Ansonsten: Was Nico und Sternenwanderer schon deutlich gemacht haben: Viele DSAler kaufen halt aus Sammelleidenschaft auch „den größten Schrott“ also in diesem Fall Sachen, die man zum Spielen kaum brauchen kann. Diese Produkte machen sich halt in vielen Runden auch gut als Verlegenheits-Geburtstagsgeschenk. Ich selber habe viel zu viele DSA-Würfel gekauft. Andererseits wurde ja „Krieger, Krämer und Kultisten-Meisterpersonen des Mittelreiches“ etwa auf den „1. Platz beim RPC-Award 2012 in der Kategorie Pen&Paper-Rollenspiel“ gewählt – es kaufen also Leute und finden es gut.

    Natürlich ist es schade, dass die Qualität bei DSA letztendlich nicht in dem Rahmen wächst, wie wir als Spieler uns das wünschen. Das liegt aber auch in der Natur der Sache, dass bei DSA gerade die eigentlichen Autoren vor allem aus Leidenschaft arbeiten (also nicht ausreichend bezahlt werden für einen Hauptberuf) sowie den inneren Querelen der letzten Jahre: Beides führt dazu, dass Leute, die sich eingearbeitet und durch learning-by-doing Erfahrungen gesammelt haben, aussteigen, und „unerfahrene“ Autoren wieder mit Anfängerfehlern loslegen. IMHO.

  4. Ich habe mir das KKK damals als PDF gekauft und die Figuren als Concharaktere ausgedruckt (natürlich nicht alle). Ansonsten finde ich die Figuren inspirierend für eigene Abenteuer. Spiele nicht mehr so viel Aventurien-DSA, aber z.B. bei Space: 1889 ist das NSC-Heft äußerst hilfreich, um mal schnell beim Spielen die Werte einer Figur parat zu haben. Finde diese Bände also absolut spielrelevant. Und es ist ja von Bauerngaming bis zu kampflastigem Spiel für jeden Geschmack etwas mit drin.

  5. NSCs mit Persönlichkeiten, Stats u, Rogue Galleries etc haben einen grossen Nutzen, bzw können einen haben.

    Qualität und DSA? Wann konnte man das in einem Satz sinnvoll verwenden?

    DSA 1 – DSA 2?

    Der Nutzen im Spiel war prinzipiell auch bestenfalls 2trangig und wenn ich Tyll Zybura und Chris Grosse rausnehme, ist keiner der DSA Autoren vor den aktuellen mich als RPG Material bestenfalls nicht negativ beeindruckt hat.
    So einige sind aber ausgewiesene Nichtkaufgründe(Nicht das deutsches Cthulhu da noch viel Überzeugungsarbeit leisten müsste)?

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