4 Kommentare

  1. So können sich Geschmäcker unterscheiden. Gerade Handel, Wandel und Kultur (in jeder Ausprägung) gehören zu den Dingen in RSHs die mir am Herzen liegen. Das muss natürlich nicht über zig Seiten ausgebreitet werden, aber als SL hilft es mir durchaus den Spielern einen Eindruck einer Region zu vermitteln, wenn ich weiß wie sich die Leute dort kleiden, was sie essen oder auch wie schon die Häuser aussehen, damit das Dorf in Andergast nicht genau so aussieht und wirkt wie das in Almada oder in Mhanadistan.

    Fehlende, oder wenige Abenteueraufhänger sind allerdings etwas, das mich stört. das würde ich sogar schon als gravierenden Mangel sehen. Was mich noch stört ist der Trend zu Regeln im Hintergrundband. Das hat mich schon in einigen DSA4 RSHs etwas irritiert. Gerade wenn man schon mehrere Bände pro Region herausbringt sollte es doch möglich sein, dass einer dabei ist, in dem man nur Hintergrund ohne das kleinste Regelfizzelchen serviert bekommt?

    Etwas mehr stört mich jedoch das Publikationstempo. Es soll ja mehr RSHs geben, da kleinteiliger, was ich grundsätzlich begrüßen würde. Allerdings beschleicht mich das Gefühl, dass man beim gegenwärtigen Tempo noch ein gutes Jahrzehnt warten muss, bis man wieder zu allen Regionen eine aktuelle RSH hat. Wie gesagt, nur ein Gefühl … vielleicht rechnet das mal jeamnd hoch, wie lange das wirklich noch dauern könnte …

  2. „Wahrscheinlich ließen sich sogar die Inhalte der Rüstkammer ohne Schwierigkeit in der Regionalbeschreibung unterbringen.“

    Sicher, problemlos. Aber warum nur ein Buch machen, wenn man auch zwei verkaufen kann (und Spielkartensets und so weiter)? Das ist leider die DSA5-Strategie. Aus der Edition habe ich mich auch deswegen ausgeklinkt, weil ich für eine vollständige Sammlung keine tausende von Euros mehr ausgeben will.

    Inhaltlich muss ich dir aber insofern widersprechen, als dass ich auch den vielen „überflüssigen“ Fluff als eine Stärke von DSA/Aventurien sehe. Ob das immer gut gemacht ist, seit dahingestellt, aber gerade Details wie landestypische Gerichte, regionale Produkte, Flora und Fauna etc. tragen mAn doch viel zum Aventurien-Feeling bei. Dass das im Spiel meistens nicht viel weiterbringt, geschenkt – aber für den Eskapismus-Faktpr (für den man, wohlgemerkt, gar nicht spielen muss! Das ist eines der Erfolgsrezepte von DSA5, vermute ich) ist das recht wichtig.

  3. Vorweg:
    Ich habe den Andergast-Band ausgelassen, weil ich schon die mMn sehr gute alte Regio-Beshreibung Unter dem Westwind habe.
    Habe mir jetzt jedoch die Albernia-Beschreibung geholt, weil mir das DSA4.1 Pendant fehlte.
    Ich kann Arkanils Kernkritikpunkt, der sich eigentlich durch sämtliche DSA5-Produkte hindurchzieht, nur unterstreichen.
    Diese extrem repetetive und oberflächliche Schreibweise macht es mir oft fast nur unter Schmerzen möglich weiterzulesen. Sie verstärkt massiv das Gefühl, hier wurden Seiten lustlost und schnell mal eben vollgetextet. Und das ist insofern von besonderer Schwere, weil auch ich in der Tat das Gefühl habe, für die wirklich interessentan und typischen Sachen zu wenig Stoff zu bekommen.
    Im vorliegenden Band lese ich z.B. zum ersten Mal von den Distelrittern, zu deren Dasein ich gerne mehr erfahren hätte.

  4. was soll ich als DSA 4 und gerne auch DSA 3 Liebhaber dazu sagen. Du rennst bei mir offene Türen ein und ich finde es interessant, wie lange sich doch Diskussionen um die fünfte Version drehen. Seit mehr als 25 Jahren spiele ich regelmäßig DSA und muss sagen, ich muss über die aktuell Version echt weinen. Das einzig Gute: ich spare mir eine Menge Geld – welches ich nicht mehr ausgebe.
    Abgesehen davon, dass Bunt natürlich Augenfreundlicher ist, sind meiner Meinung nach gerade die Regionalbeshreibungen sehr oberflächlich gehalten. Wenn man sie nebeneinander legt. Keinerlei neuen Ideen oder Plotstärnge, die man verfolgen kann. Unwichtige Regelelemente, die sich durch anderen Bücher doppeln (Efferdgeweihte und später sicherlich auch die Pflanzen und Tiere etc). Viele Dinge wurden weg gelassen oder verkürzt etc. Und ob das bei dem sehr ausuferndem Regelsystem wirklich noch EInsteigerfreundlicher ist, als DSA 4, bei dem ich auch genau nur Wege der Helden benötigte, sei einmal dahin gestellt.

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