Kategorie: Rollenspiele

06-03-2011 / Community

Rückkehr des Kaisers Cover - Urheber: Zoltan Boros und Gabor SzikszaiAls DSA-Spieler bin ich zutiefst autoritätsgläubig. Gardisten, Geweihte und Gildenmagier werden von mir stets mit Respekt behandelt. Ihr Wort hat Gewicht. Dabei weiß ich zwar durchaus zwischen einem tumben Büttel und einer gelehrten Spektabilität zu unterscheiden. Doch selbst der versoffene Nachtwächter in irgendeinem nostrischen Dorfflecken ist für mich Inhaber einer amtsgegebenen Autorität, die ihn zunächst einmal zu einer Respektperson macht.

In besonderem Maße trifft dies auf Personen zu, die allein durch ihre Geburt höchsten Respekt genießen: Adlige. Sie sind für mich die Respektpersonen schlechthin. Ihr Wort ist Gesetz, ihre Autorität ist unerreicht.

Zumindest war das mal so.

In den letzten Jahren haben Adlige in meiner Wahrnehmung einen dramatischen Autoritätsverfall erlitten. Selbst Träger höchster Adelstitel mussten sich weit größeren Mächten beugen. Emporkömmlinge konnten überall in Aventurien Herrschaft, Titel und Autorität an sich reißen – während der Adel weitgehend hilflos dabei zusehen musste, wie seine eigene Macht verfiel.

02-03-2011 / Community
28-02-2011 / Community
26-02-2011 / Community

Auf den aventurischen Meeren herrscht bunte Vielfalt. Eine Ansammlung unterschiedlicher Schiffstypen kreuzt auf Efferds Wogen, und wie es in der gleichnamigen Spielhilfe heißt, „gleicht kein Schiff dem anderen und es oft schwierig zu entscheiden, ob ein bestimmtes Schiff nun ein Holken, eine große Kogge oder eine nordländische Karracke ist.“

Gleichwohl sind die bekannten aventurischen Schiffe in mehreren Typen eingruppiert worden, die sich alle eng an irdische Schiffe anlehnen. Dabei haben sich die DSA-Macher von unterschiedlichen Ländern und sogar Epochen inspirieren lassen.

Mit leichter Verwunderung habe ich daher immer darauf geblickt, wie die Menschen in dem einen Teil Aventuriens mit weitentwickelte Segelschiffen die hohe See befahren uns selbst bis ins Güldenland vorstoßen, während im Nachbarland die Menschen noch mit Galeeren auf dem Wasser dümpeln. Diese großen Diskrepanzen in der Entwicklung des Schiffsbaus schienen mir stets wenig einleuchtend.

Mit leichter Überraschung musste ich jedoch kürzlich feststellen, dass diese Diskrepanzen gar nicht so groß sind. Galeeren, die das Rückgrat der südaventurische Seeflotten stellen, kamen nicht nur in der irdischen Antike zum Einsatz, wie ich bislang immer angenommen hatte. Weiterentwicklungen der altrömischen und altgriechischen Galeeren befuhren bis zum Beginn der Neuzeit das Mittelmeer.

Diese Erkenntnis habe ich zum Anlass genommen, mir die unterschiedlichen aventurischen Schiffstypen und ihr irdisches Vorbild mal genauer anzuschauen. Das Ergebnis ist, dass einige dieser Schiffstypen tatsächlich ihr Vorbild in der antiken Schifffahrt haben, der größte Teil jedoch auf irdischen Schiffstypen des späten Mittelalters der beginnenden Neuzeit basiert.

Im Folgenden habe ich die aventurischen Schiffe in der chronologischen Reihenfolge ihrer irdischen Gegenparts aufgelistet. Bei einzelnen Schiffstypen ist die Datierung zwar etwas vage, liefert aber insgesamt dennoch einen guten Überblick.

25-02-2011 / Community
24-02-2011 / DSA

„Auf nach Uthuria!“ – mit diesem Ruf kletterten die Helden auf das prächtige Schiff und machten sich auf die lange und gefährliche Reise in Richtung des sagenumwobenen Südkontinents. Das war bereits vor vielen, vielen Jahre. Aus den spärlichen Informationen, die in den damaligen DSA-Publikationen zu finden waren, hatte ich ein kleines Abenteuer gestrickt und meine Spielergruppe in den fernen Süden geschickt.

Das Ergebnis war durchwachsen.

Die Voraussetzungen waren auch nicht gut. Über Uthuria war damals noch weniger bekannt als heute. In der Box „Land des Schwarzen Auges“ gab es zwar ein paar knappe Hinweise, aber wenig Handfestes. Irgendwie hatte sich bei mir das Bild verfestigt, dass Uthuria das aventurische Gegenbild zum alten China wäre. Heute kann ich nicht mehr beurteilen, ob dies von den DSA-Machern beabsichtigt war oder nur meiner blühenden Fantasie entsprang.

23-02-2011 / DSA
21-02-2011 / Community

Das Abenteuer „Der Unersättliche“ von Chris Gosse gehört zu meinen absoluten Favoriten: Eine spannende und abwechslungsreiche Handlung kombiniert mit einer vorbildlichen Ausarbeitung, die dem Spielleiter vielfältige Hilfestellungen gibt – besser geht’s kaum. Das Leiten dieses Abenteuers hat mir viel Freude bereitet.

Teil der Ausarbeitung eines Abenteuers sind die darin enthaltenen Illustrationen. Während der Spielsitzungen greife ich gerne auf einzelne Bilder aus dem Abenteuerband zurück, um den Spielern einzelne Szene zu veranschaulichen. Getreu dem Motto: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“

Der Unersättliche enthält auf 80 Seiten elf Illustrationen. Spontan kann ich nicht sagen, ob das im Vergleich zu anderen Abenteuern ein hoher, ein durchschnittlicher oder ein niedriger Anteil ist.
Von den elf Bildern habe ich meiner Spielrunde während des Abenteuers vier Bilder gezeigt. Auf drei Illustrationen habe ich verzichtet, da sie mir in der jeweiligen Szene nicht passend erschienen. Die restlichen vier Bilder kamen nicht zum Einsatz, da diese Szenen von den Spielern übersprungen wurden.

20-02-2011 / DSA

Nandurion-DSA4ForumPersonalwechsel bei Nandurion: Gründerin Melanie Maier verlässt das Fanprojekt und übergibt die Leitung des News-Blog an Thorsten Brede, Eevie Demirtel, Julian Klippert und Alex Spohr. Hintergrund für die personelle Veränderung ist Melanies Wechsel zu Ullisses Spiele. Seit Anfang Februar arbeitet die 28-Jährige beim DSA-Verlag als festangestellte Illustratorin.

Melanies Rückzug von Nandurion wird mit dem Ziel einer möglichst unabhängigen Berichterstattung begründet. „Melanie wollte immer, dass Nandurion in seiner Eigenschaft als Fanprojekt möglichst unbeeinflusst über aventurische Neuigkeiten berichten kann“, heißt es in dem Blog.

Bei Ulisses wird Melanie nach eigener Aussage für die Zusammenarbeit mit den freiberuflichen Illustratoren verantwortlich sein und weiterhin selber Zeichnungen erstellen. Bereits seit 2009 fertigt sie im Auftrag von Ulisses Illustrationen für DSA-Publikationen an. Bilder von Melanie finden sich auch im jüngst erschienenden Regelwerk „Wege der Alchimie“. Einen Eindruck von ihrer Arbeit vermitteln Zeichnungen auf ihrer Homepage und im Ulisses Spiele Blog.

18-02-2011 / Community

Aventurisches Archiv Sammelband IAm 17. Februar ist die achte Ausgabe des Aventurischen Archivs erschienen. In dem Band sind inneraventurische Informationen aus der zweiten Hälfte des Jahres 28 Hal versammelt. Mit Meldungen aus dem Aventurischen Boten und einer Jahreschronik soll der DSA-Spielhintergrund ergänzt und erweitert werden.

Für April 2011 ist zudem die Spielhilfe Aventurisches Archiv – Sammelband I angekündigt. In dieser Ausgabe werden sich die gesammelten Artikel aus 39 Aventurischen Boten finden, die Einblicke in 13 Jahre Aventurische Geschichte geben sollen. Der Sammelband wird die Boten-Ausgaben 23 bis 61 beinhalten und damit Informationen über Ereignisse der Jahre 13 bis 26 Hal liefern.

Beide Publikationen finden sich übrigens nicht in der Produktübersicht auf Arkanil. Das ist nicht ohne Grund geschehen, denn der Sinn der Aventurischen Archive erschließt sich mir nicht ganz.

In meinem DSA-Regal steht kein Aventurisches Archiv. Vielleicht gehe ich daher von falschen Annahmen aus. Aber wenn ich richtig informiert bin, besteht der Inhalt der Archivbände nahezu ausschließlich aus den alten Ausgaben des Aventurischen Boten.

Meine Frage ist: Wer braucht so etwas?

16-02-2011 / Aventurien

DSA - Wege der Alchimie - Urheber: Marcus KochElixiere, Artefakte, Zauberzeichen – das Salz in der magischen Suppe. In meiner aventurischen Welt bin ich bislang meist ohne diese Zutaten ausgekommen. Über die Möglichkeit der gegenständlichen Zauberei bin ich mir zwar stets bewusst gewesen, doch zum Einsatz kam sie nur selten. Die Folge war ein manchmal etwas fader Geschmack; es fehlte hier und dort der Pep.

Das neue Regelwerk Wege der Alchimie verspricht Abhilfe. Auf knapp 200 Seiten liefert der Band die nötigen Zutaten, um das Spiel in Aventurien um die besondere Wirkung von Tränken und Pülverchen, magischen Gegenständen und zauberkräftigen Zeichen anzureichern.

Dabei sind Regeln für Alchimie, Artefaktherstellung und Zauberzeichen keine Neuerung. Die gegenständliche Zauberei wurde bereits in Wege der Zauberei und ausführlich in der Regelergänzung Stäbe, Ringe, Dschinnenlampen behandelt.

Mit dem Kompendium Wege der Alchimie fassen die drei Autoren Chris Gosse, Uli Lindner und Thomas Römer die relevanten Texte zusammen und nehmen kleinere Neuerung vor. Das Ergebnis ist nach eigenem Bekunden „ein Erweiterungsband für die Regeln, die bereits in Wege der Zauberei abgedruckt worden sind.“

15-02-2011 / Community

Bei der Erschaffung eines neuen Charakters bei DSA stellt sich schnell die Frage in welcher Sparte der zukünftige Held Platz finden wird und ob es sich überhaupt „lohnt“ die entsprechende R/K/P Kombination auszuwählen. Früher oder später gerät man an die altbekannte „Zuckerbäcker-Diskussion“, die Frage ob es wirklich lohnt einen rollenspieltechnisch, schön ausgestalteten, stimmigen Helden zu erschaffen oder doch auf die klassischen Heldentypen Magier, Krieger, Dieb, Naturcharakter zurückzugreifen.

Natürlich schließen sich Stimmigkeit und klassischer Heldentypus nicht aus. Das sei hier nochmal betont. Jedoch überlegt man es sich mehrmals ob man einen Charakter spielen möchte der zwar rollenspielerisches Potential bietet aber dafür mit dem Rest der Heldengruppe, u.a. wertetechnisch, einfach nicht mithalten kann.

Die Frage ist auf der einen Seite was man selbst und natürlich die Gruppe will. Will man klassische Helden spielen oder von diesem Konzept abweichen? Allein die Kombination dieser verschiedenen Helden birgt Probleme und Diskussionsbedarf. Kann Horatio der horasische Zuckerbäcker mit Alrik dem Krieger mithalten?