24 Kommentare

  1. Gibt’s irgendeine Art von Quervergleich bei den AT-PA-Wechseln?
    Mir hat’s bei Armalion schon gegraust, besonders, da auch noch der „RS-Rettungswurf“ zusätzlich eingeführt wurde. Hier scheint das auf den ersten Blick ja genauso zu sein…

    • 21-10-2012
      Antworten

      Hm, ich bin gerade etwas ratlos. Was meinst Du mit Quervergleich bei AT-PA-Wechseln?

        • 22-10-2012
          Antworten

          Ah, verstehe. Nein, ein Qualitätsvergleich in diesem Sinne gibt es nicht. Schicksalspfade ist da ähnlich wie DSA4.1, wo vieles von Sonderfertigkeiten und Kampfmanövern abhängt.

          Es gibt jedoch Unterschiede. Beherrscht ein Charakter das Kampfmanöver „Finte“, kann er dieses ohne Abzug auf seine eigene AT einsetzen. Er benötigt dafür aber beide seiner zwei aktiven Aktionen. Gelingt die Attacke, erhält der Angegriffene einen Malus von 4 auf seine PA.

          Meine Befürchtung war auch erst, dass der Kampf sehr zäh wird. Besonders mit der neuen RS-Probe (wobei viele Charaktere nur einen RS von 2 bis 6 haben). Wenn zwei gleichwertige, hochgerüstete Krieger aufeinandertreffen, dürfte das tatsächlich zäh verlaufen.

          Im wirklichen Spiel ist das aber nicht unbedingt die beste Taktik. Da geht es eher darum, die Stärken der einzelnen Charaktere möglichst effektiv einzusetzen. Ein Duell Krieger vs. Krieger ist eher nicht so sinnvoll.

          Mein erster Eindruck ist daher: Zäh wird es mit der falschen Taktik.

          • FRAZ
            23-10-2012
            Antworten

            Den RS Wurf kenne ich noch aus den guten alten „Armalion“ Zeiten. Wir sind schnell dazu übergegangen gleichzeitig mit der PA einen zweiten farbigen W20 für RS zu würfeln. Verlängert hat das den Kampf nicht.

            • Ich meinte auch nicht den zeitlichen Aufwand des zusätzlichen Würfelwurfs, sondern dass ein weiterer Rettungswurf es *noch* unwahrscheinlicher macht, dass ein Angriff erfolgreich ist.
              Beispiel AT 12, PA 10: Angriff macht in 30% der Fälle Schaden.
              Beispiel AT 12, PA 10, RS 10: Angriff macht in 15% der Fälle Schaden. Heißt, etwa in knapp jeder sechsten Kampfrunde –> Fünf Kampfrunden Leerlauf.
              Das ist mir vermutlich zu dröge und führt in erster Linie zu Taktiken wie etwa „Nur Überzahlkampf ist effektiv“.

            • 24-10-2012
              Antworten

              Wobei natürlich im ersten Fall der RS ebenfalls eine Rolle spielt. Zwar sind 30% der Angriffe erfolgreich. Allerdings wird bei DSA4 vom Schadenswurf noch der RS abgezogen.

              Ein RS 10 bei Schicksalspfade ist ein RS von… hm… 5 oder 6 bei DSA4. Wenn der Angriff mit einem Schwert im Durchschnitt 7 bis 8 TP macht, erleidet der Getroffene nur jeweils 1 bis 3 SP. Bei einer LE von 30+ brauche ich mindestens 10 erfolgreiche Angriffe. Da nur jeder dritte Angriff trifft, sind das mindestens 30 Angriffe. Eher mehr.

              Bei Schicksalspfade trifft in Deinem Beispiel jeder sechste Angriff und macht dann 1 SP. Bei 3 Punkte LE ist der Getroffene nach 18 Runden platt.

              Wenn ich keinen Rechenfehler habe, ist der Kampf bei Schicksalspfade also weniger zäh.

            • So kann man’s natürlich auch sehen… ist aber alles sehr von den gewählten Zahlenwerten abhängig. Persönlich finde ich, dass ein „alles-oder-nichts“-Rüstungswurf und genau 3 definierte Treffer, die zum Ausschalten eines Modells reichen, auf jeden Fall gefühlt zäher ist als jede Runde 0 bis x Lebenspunkte Schaden zu verursachen.
              Letzteres ist kleinschrittiger, ersteres zufallsabhängiger. Ich hätte es gut gefunden, wenn man einen anderen Kampfmechanismus gewählt hätte, aber was soll’s. Vielleicht funktioniert’s ja auch so ganz gut.

            • 24-10-2012
              Antworten

              Ja, kann ich nachvollziehen. Unterm Strich lässt sich wohl festhalten: Turbo-Kämpfe sehen anders aus.

  2. FRAZ
    21-10-2012
    Antworten

    Servus.

    Ich habe „Schicksalspfade“ auf der Spiel testen dürfen. Die grundlegenden Mechanismen waren griffig und gut. Allerdings waren die vielen Sonderregeln durch Sonderfertigekeiten etwas verwirrend. Sie ähneln den bekannten DSA Regeln, unterscheiden sich aber weit genug, um nicht kompatibel zu sein.

    Um Scharmützel in einem Abentuer nachzuspielen eignet sich das System meiner Meinung nach leider nicht. Schade!

    • 21-10-2012
      Antworten

      Mit den Sonderregeln muss man sich erstmal auseinandersetzen. Das stimmt. Ich finde sie aber leichter anzuwenden als bei den normalen DSA4.1-Regeln.

      Wenn ich mich nicht täusche, hat Ulisses angekündigt, dass es mittelfristig auch möglich sein soll, Schicksalspfade im Rahmen des Rollenspiel einzusetzen. Aber wie das dann umgesetzt wird?

      • Ich frage mich noch, wo in letzterem die Sinnhaftigkeit liegt. Denn die Schicksalspfade-Gruppen-Größen sind doch genau der Rahmen, für den auch die P&P-Kampfregeln gedacht sind – Wäre SP für einen größeren Maßstab geeignet, würde mir seine Verwendbarkeit sofort eingehen. Aber so…

  3. Ich hatte auf der SPIEL auch ausgiebig mit dem Lead Designer gesprochen. Es macht einen sehr soliden ersten Eindruck, ich müsste es aber auch noch ein paar Mal spielen, um wirklich etwas belastbares dazu zu sagen. Auf jeden Fall gefielen mir die Miniaturen, auch wenn es die bemalten Greens waren

  4. qaylIS
    22-10-2012
    Antworten

    Link zum Download von dem Schicksalspfade Einsteiger-Heft funktioniert leider nicht, kannst du den re-posten?

  5. BobDatRad
    23-10-2012
    Antworten

    Nur am Rande mal…

    Zitat: „Wären doch alle DSA-Bücher vollfarbig – ich wäre gern bereit, ein paar Euro mehr zu zahlen.“

    Ich seh das genau anders. Gerade das Schwarz-Weiß versetzt mich in Stimmung bei den DSA-Büchern. Hat den Flair von etwas altem und passt genau in dieses Fantasy-Setting.

    • 23-10-2012
      Antworten

      Das ist natürlich Geschmackssache. In manchen Situationen mag Schwarz-Weiß stimmungsvoll sein. Aber das Design der DSA-Bücher empfinde ich nicht als sonderlich stimmungsvoll, sondern als lieblos und billig (in Bezug auf die Produktionskosten). :-)

      • Talasha
        24-10-2012
        Antworten

        Ich denke es kommt darauf an wie das Design ist, eine schöne Bleistift- oder Tuscheoptik ist toll, und für mich viel schöner bei Fantasyrpg-Büchern. Bei Sci Fi sieht es etwas anders aus.
        Aber die Wege-Reihe macht auf mich den Eindruck als wären die Ränder zum Beispiel farbig gedacht aber nachträglich in Schwarz-Weiß konvertiert worden.

  6. Micha
    31-10-2012
    Antworten

    Hey,
    vielen Dank für die ausführliche Rezi. Insgesamt gehe ich da auch weitesgehend mit dir konform, nur beim Spielmaterial finde ich stimmt deine Einschätzung nicht. Wenn man die mitgelieferten Counter in Folie einschweißt hat man sehr schöne und stabile Counter. Alternativ kann man auch Mensch ärger dich nicht-Pöppel nehmen und die Dinger da drauf pappen. So zumindest haben wir unsere ersten Spielrunden damit bestritten, da die Figuren noch im „Bemalzustand“ sind :-)
    Viele Grüße
    Micha

    • 31-10-2012
      Antworten

      Ja, ok. Das geht natürlich. Aber das ist das, was ich mit Bastelarbeit meinte. :)

      Ohne Bastelarbeit in irgendeiner Form ist das Material nicht so gut nutzbar.

      • Micha
        31-10-2012
        Antworten

        Naja, aber bei der Erscheinungsweise Buch sollte man mit zumindest rudimentären Bastelarbeiten rechnen denke ich. Es machte mir gegenüber so den Eindruck, als müsste zumindest noch irgendwo was kritisches über Ulisses stehen, weil das ja zum guten Ton gehört. (Nicht, dass man bei vielen anderen Publikationen durchaus kritisches findet)
        LG
        Micha

  7. […] sind eigentlich nicht mein Ding. Battletech habe ich früher häufig gespielt; in DSA-Schicksalspfade habe ich reingeschaut. Aber das war‘s eigentlich auch. Tabletops, bei denen die Spielfläche nur aus Geländestücken […]

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