Auf den aventurischen Meeren herrscht bunte Vielfalt. Eine Ansammlung unterschiedlicher Schiffstypen kreuzt auf Efferds Wogen, und wie es in der gleichnamigen Spielhilfe heißt, „gleicht kein Schiff dem anderen und es oft schwierig zu entscheiden, ob ein bestimmtes Schiff nun ein Holken, eine große Kogge oder eine nordländische Karracke ist.“
Gleichwohl sind die bekannten aventurischen Schiffe in mehreren Typen eingruppiert worden, die sich alle eng an irdische Schiffe anlehnen. Dabei haben sich die DSA-Macher von unterschiedlichen Ländern und sogar Epochen inspirieren lassen.
Mit leichter Verwunderung habe ich daher immer darauf geblickt, wie die Menschen in dem einen Teil Aventuriens mit weitentwickelte Segelschiffen die hohe See befahren uns selbst bis ins Güldenland vorstoßen, während im Nachbarland die Menschen noch mit Galeeren auf dem Wasser dümpeln. Diese großen Diskrepanzen in der Entwicklung des Schiffsbaus schienen mir stets wenig einleuchtend.
Mit leichter Überraschung musste ich jedoch kürzlich feststellen, dass diese Diskrepanzen gar nicht so groß sind. Galeeren, die das Rückgrat der südaventurische Seeflotten stellen, kamen nicht nur in der irdischen Antike zum Einsatz, wie ich bislang immer angenommen hatte. Weiterentwicklungen der altrömischen und altgriechischen Galeeren befuhren bis zum Beginn der Neuzeit das Mittelmeer.
Diese Erkenntnis habe ich zum Anlass genommen, mir die unterschiedlichen aventurischen Schiffstypen und ihr irdisches Vorbild mal genauer anzuschauen. Das Ergebnis ist, dass einige dieser Schiffstypen tatsächlich ihr Vorbild in der antiken Schifffahrt haben, der größte Teil jedoch auf irdischen Schiffstypen des späten Mittelalters der beginnenden Neuzeit basiert.
Im Folgenden habe ich die aventurischen Schiffe in der chronologischen Reihenfolge ihrer irdischen Gegenparts aufgelistet. Bei einzelnen Schiffstypen ist die Datierung zwar etwas vage, liefert aber insgesamt dennoch einen guten Überblick.