„Wenn du ein Nerd bist, kannst du nicht cool sein. Und umgekehrt.“ – Wikipedia
Nerds sind merkwürdig. Allein schon ihr Äußeres: Lange Haare, Hornbrille, karierte Kurzarmhemden, aus deren Brusttasche Stifte herausragen. Und dann die Sprache. Für Außenstehende ist eine Unterhaltung zwischen Nerds schwer verständlich (was manchmal darin liegt, dass sie Klingonisch sprechen). Nerds interessieren sich für Naturwissenschaften und Technik, aber nicht für Sport. Mit Begeisterung reden sie stundenlang über die Feinheiten des neue iOS-Update. Aber auf die Frage nach den Spielergebnissen vom Wochenende antworten sie bestenfalls mit einer Schilderung ihres jüngsten WoW-Raids.
Können solche Menschen cool sein?
Natürlich nicht.
Aber es soll auch andere Nerds geben. Nerds, die sich modisch kleiden, aktuelle gesellschaftliche Trends mit Interesse verfolgen und in einem weitgefächertem sozialen Netz eingegliedert sind. Es soll Nerds geben, die bei einem Bier stundenlang darüber diskutieren, ob Borussia Dortmund den 5-Punkte-Vorsprung über die Ziellinie bringen kann. Ich habe sogar schon von Nerds gehört, die tätowiert sein sollen.
Nerd und gleichzeitig cool?
Und plötzlich wird das eigentlich Undenkbare denkbar: Irgendwo dort draußen gibt es coole Nerds.
Das klingt zunächst wie eine Verheißung. Doch in Wahrheit ist es eine schwere Bürde.
