Wie kam es bloß zu diesem Freiheitswahn? Es gibt viele Gründe für das Rollenspiel. Die große spielerische Freiheit gehört zweifellos dazu. Aber spielerische Freiheit ist nicht der einzig glücklich machende und spaßfördernde Faktor beim Rollenspiel. Ebenso wenig ist maximale Spielfreiheit ein von allen Rollenspielern jederzeit und überall anzustrebender Zustand. Dennoch wird der Grad der Spielfreiheit von einigen Rollenspielern zum entscheidenden Qualitätsmaßstab für ein Rollenspiel gemacht.
Eine merkwürdige Entwicklung. Kein Rollenspiel ermöglicht totale Spielfreiheit. Ein solches Spiel würde nicht funktionieren. Alle Rollenspiele schränken die Spielfreiheit auf die eine oder andere Weise ein. Die meisten Rollenspieler nehmen das wort- und klaglos hin. Doch wenn irgendwo ein Metaplot auch nur leise damit droht, die Freiheit einzuschränken, beginnt das Geschreie: „Skandal! Sklaverei! Nieder mit dem Metaplot! Wir wählen die Freiheit!“









