In Essen öffnet die Spielemesse 2013 ihre Pforten. Über 800 Neuigkeiten werden dort präsentiert. Für DSA-Spieler sind aber keine Highlights dabei. Mal wieder.
Schlagwort: Abenteuer
Ist die Quanionsqueste wirklich ein DSA-Highlight? Schwer zu sagen. Das Lesen der über 200 Seiten braucht Zeit. Doch hier sind schon mal die ersten Eindrücke. Und die sind gut.
Äonenstaub ist das zweite Abenteuer für Myranor, erschienen im Jahr 2001. Wie bei Palast der Goldenen Tiger soll das Abenteuer den Spielern die Besonderheiten Myranors näherbringen. Das gelingt aber nicht ganz so gut.
Der kommende Aventurische Boten 159 wird ein zusätzliches Szenario zum Uthuria-Abenteuer An fremden Gestaden enthalten. Damit könnte endlich einer der größten Patzer des Bandes ausgebügelt werden.
Das nächste DSA-Abenteuer klopft bereits an die Türen der Rollenspielläden. Im Juli soll Spuren der Verheißung erscheinen. In der Anthologie zur Spielhilfe Katakomben & Kavernen wartet auf die Helden das klassischste aller Abenteuerthemen: Die Schatzsuche in einem Dungeon.
Die Quanionsqueste ist erschienen. Wie auf der Ulisses-Homepage zu lesen ist, befindet sich das neue DSA-Abenteuer mit der Nummer 199 seit heute im Versand. Der Kampagnenband thematisiert auf rund 200 Seiten die Suche der Praioskirche nach einem neuen Ewigen Licht. Vier Abenteuer und mehreren Szenarien lassen die Helden zum Teil dieser Queste werden. Darüber hinaus beinhaltet der Band Informationen zur Kirche des Praios.
Etwas überrascht hat mich der Preis von 32,50 Euro. Damit ist die Quanionsqueste der bislang teuerste Abenteuerband für Aventurien. Ich weiß nicht, wie es andere DSA-Spieler empfinden, aber für mich sind 30 Euro eine Grenze, aber der ich mir eher dreimal als zweimal überlege, ob ich so viel Geld für ein weiteres Abenteuer ausgeben sollte.
Ulisses verschiebt die Veröffentlichung des Uthuria-Abenteuers Der Fluch des Blutsteins auf den August. Das gab Chefredakteur André Wiesler heute auf der Ulisses-Homepage bekannt. Grund für die Verzögerung sei der hohe Aufwand bei der Entwicklung der neuen uthurischen Professionen. Ursprünglich sollte der zweite Teil der Regionalkampagne Grüne Hölle im Mai erscheinen. Die Veröffentlichung des dritten Abenteuers der Reihe, Der Gott der Xo’artal, wird von August auf November verschoben.
Die Verzögerung ist laut André Wiesler maßgeblich auf die hohe Komplexität der DSA-Regeln zurückzuführen. Mit Der Fluch des Blutsteins möchte Ulisses die neuen Professionen Xo’Artal-Blutmagiern und Blutpriestern einführen. Den Aufwand aber, die neuen Professionen ohne Widersprüche und Ungleichgewichte in das bestehende Regelsystem einzufügen, habe man „schlichtweg gewaltig unterschätzt.“ Zweifel sind jedoch angebracht, ob Ulisses bei der Regionalkampagne Grüne Hölle überhaupt den richtigen Ansatz verfolgt.
Kürzlich habe ich noch gedacht: „Mönsch, schon lang nichts mehr von irgendwelchen Abenteuerwettbewerben gehört.“ Und siehe da: Prompt gibt es einen neuen. Das Ulisses Forum, der Hexenkessel, die Selemer Tagebücher und Helden.de starten zum sechsten Mal gemeinsam den Abenteuerwettbewerb Auf Aves Spuren. Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs lautet: Naturkatastrophen!
Hier die offizielle Ausschreibung: „In düsteren Prophezeiungen, alten Ammenmärchen und phantasievollen Legenden aus den Magierkriegen wird viel von Efferds Zorn, Praios Strafe oder Ingerimms Wüten erzählt, doch es gibt kaum ein Abenteurer, der selbst in den Fluten drohte umzukommen, von der Dürre gestraft wurde oder Schutz vor einem Erdbeben suchen musste. Erschafft ein Abenteuer, das eine real mögliche Naturkatastrophe (die aber auch durch menschliches, göttliches, dämonisches oder magisches Zutun entstanden sein kann) zum Thema hat.“
Wenn die Helden gegen Panthermenschen kämpfen, wenn sie mit Luftschiffen fliegen, wenn sie in einer Dinosaurier-Eisenbahn fahren, wenn sie mit einer Sphinx sprechen, wenn sie in einem Baumpalast kämpfen… dann wird das wohl Myranor sein.
Palast der Goldenen Tiger war das erste offizielle Myranor-Abenteuer. Der 2001 erschienene Band richtete sich nicht nur an eine Gruppe Einsteigerhelden, sondern wurde zugleich als Einstieg in die neue Spielwelt konzipiert. Palast der Goldenen Tiger wirft Schlaglichter auf die Vielfalt und Andersartigkeit Myranors – auf all die Katzenwesen, Luftschiffe und Eisenbahnen. Noch heute ist der Band als Restposten für ein paar Euro erhältlich. Eignet sich Palast der Goldenen Tiger aber heute noch als Einstieg in die Spielwelt Myranor? Eher nicht.
Früher war zwar nicht alles besser, aber manches war anders. DSA-Abenteuer zum Beispiel. Aktuelle Abenteuerbände unterscheiden sich deutlich von ihren Vorgängern aus den 80er oder 90er Jahren: Die Themen der Abenteuer sind anders, die Handlung ist anders, der Handlungsaufbau ist anders. Der augenfälligste Unterschied zwischen einem aktuellen und einen 20 Jahre alten Abenteuer aber ist das Layout.
Kürzlich fiel mir eines dieser alten DSA-Abenteuer in die Hände: Über den Greifenpass. Respektable 16 Jahre ist dieser Band schon alt. Das Erste, was mir beim Durchblättern ins Auge stach, waren die schwarzen Balken links von den Texten. Die Älteren werden sich erinnern: Schwarze Balken kennzeichneten damals die Meisterinformation. Das war ein einfaches aber wirksames Instrument zur Strukturierung des Textes, das irgendwann im Laufe der DSA-Geschichte verloren ging. Warum eigentlich?
Wer hätte gedacht, dass ich mal Myranor-Fan werde? Auf der anderen Seite des Meeres der Sieben Winde liegt nicht bloß der Kontinent der Katzen. Dieses Vorurteil habe ich überwunden. Dort liegt eine fantastische Spielwelt voller Abenteuer. Die vom Uhrwerk-Verlag publizierten Myranor-Bücher gehören zu den besten DSA-Produkten, die ich bislang in den Händen gehalten habe.
Die Myranor-Produktpalette umfasst zurzeit 17 Abenteuerbände. Im Vergleich zu Aventurien ist das eine lächerlich geringe Zahl. Das Schöne daran aber ist: In kurzer Zeit lässt sich eine vollständige Sammlung von Myranor-Abenteuern aufbauen. Und ich bin auf einem guten Weg.
Es war wohl nur ein Missverständnis. Kann ja mal passieren. Lange Zeit hatte ich gedacht, An fremden Gestaden sei ein Entdeckerabenteuer. Das war falsch. An fremden Gestaden handelt gar nicht von Entdeckungen. Es ist nicht mal ein richtiges Abenteuer. An fremden Gestaden ist eine Wirtschaftssimulation.
Schade nur, dass mir das niemand vor dem Kauf gesagt hat. Verzweifelt habe ich durch An fremden Gestaden geblättert und vergebens den Abenteuerteil gesucht, der von der Erforschung und Eroberung dieses sagenhaften Südkontinents handelt. Leider gibt es diesen Teil nicht. Ich nahm an, das wäre ein Fehler. Als Ulisses im September kostenloses Bonusmaterial für An fremden Gestaden ankündigte, dachte ich deshalb: „Juhu! Der Fehler wird korrigiert.“ Gestern ist das Bonusmaterial erschienen. Und nun ist klar: Das war gar kein Fehler. Das soll so.
